Immobilienmarkt Garmisch-Partenkirchen 2026: Preise und Regeln
Angebotspreise, Steuern und Regeln unter der Zugspitze, mit Quartalsdaten von CASAFARI Area Insights
Eigentumswohnungen in Garmisch-Partenkirchen werden im 3. Quartal 2026 für durchschnittlich 6.538 €/m² angeboten (CASAFARI Area Insights, Angebotspreise aus indexierten Inseraten ohne Ausreißer, keine notariellen Kaufpreise). Das sind 4,9 % weniger als im Vorjahresquartal und 10,3 % unter dem Hoch von 7.292 €/m² im 3. Quartal 2023; Häuser liegen im dünnen, stark schwankenden Markt bei 7.371,7 €/m². Neben 3,5 % Grunderwerbsteuer bestimmen 20 % Zweitwohnungsteuer und die seit Oktober 2025 geltende Zweckentfremdungssatzung die Rechnung für Käufer.
Was kostet eine Wohnung in Garmisch-Partenkirchen?
Ein Paar aus München-Schwabing beobachtet seit dem Sommer 2023 die Auslagen der Makler rund um den Kurpark. Vor drei Jahren schien eine helle Dreizimmerwohnung kaum unter dem damaligen Spitzenwert zu haben. Heute steht ein vergleichbares Objekt spürbar günstiger im Schaufenster – doch wer genauer nachrechnet, stellt fest, dass der Angebotspreis nur die halbe Wahrheit ist. Die eigentliche Veränderung unter der Zugspitze hat im Rathaus stattgefunden: Der Bescheid über die Zweitwohnungsteuer und die neue Satzung gegen die ungenehmigte Ferienvermietung wiegen für auswärtige Käufer schwerer als der Preisrückgang.
In Zahlen zeigt die Datenreihe aus Area Insights (Gebietsübersicht) für Garmisch-Partenkirchen ein leises Abgleiten statt einer abrupten Korrektur. Im 3. Quartal 2026 (Stichtag 01.07.2026, abgefragt am 23.10.2026) liegt der durchschnittliche Angebotspreis für Eigentumswohnungen bei 6.538 €/m². Gegenüber den 6.877,1 €/m² aus dem 3. Quartal 2025 entspricht dies einem Rückgang um 339,1 €/m² oder 4,9 %. Seit dem Beginn der Zeitreihe im 1. Quartal 2023 (7.134,8 €/m²) gaben die Angebotspreise um 8,4 % nach; vom Hoch im 3. Quartal 2023 bei 7.292 €/m² sind sie um 10,3 % entfernt.
Bemerkenswert ist die Gleichmäßigkeit dieser Bewegung. Vier Quartale in Folge sind die Angebotspreise für Wohnungen gesunken: von 6.906,9 €/m² über 6.837,7 €/m² und 6.724,1 €/m² auf nun 6.538 €/m² im 3. Quartal 2026 (CASAFARI Area Insights). Für eine 75-Quadratmeter-Wohnung bedeutet der aktuelle Durchschnittswert einen rechnerischen Angebotspreis von rund 490.000 €; auf dem Höhepunkt im Herbst 2023 standen für dieselbe Fläche im Schnitt rund 547.000 € in den Portalen.
Alle genannten Werte aus CASAFARI Area Insights sind Angebotspreise aus indexierten Inseraten, bei denen statistische Ausreißer bereinigt wurden, keine beurkundeten Transaktionspreise. In einem ruhigeren Marktumfeld, in dem Verkäufer ihre Preisvorstellungen oft noch an den Vorjahren orientieren, liegen die tatsächlich beim Notar erzielten Kaufpreise erfahrungsgemäß unter den inserierten Forderungen.
Warum schwanken die Hauspreise so stark?
Wer den Blick von den Eigentumswohnungen auf Einfamilienhäuser, Doppelhaushälften und Villen richtet, begegnet einer scheinbar unruhigen Kurve. Im 3. Quartal 2026 verzeichnet CASAFARI Area Insights (Location-ID 528942, abgefragt am 23.10.2026) für Häuser einen durchschnittlichen Angebotspreis von 7.371,7 €/m². Das sind zwar 10,2 % weniger als im 3. Quartal 2025 (8.207,5 €/m²), aber lediglich 0,8 % weniger als zu Beginn der Messung im 1. Quartal 2023 (7.434 €/m²).
Zwischenzeitlich zeigte die Statistik im 3. Quartal 2024 einen Ausreißer nach oben auf 9.741,5 €/m², von dem aus der aktuelle Wert rechnerisch einem Minus von 24,3 % entspräche. Solche Sprünge von bis zu 20 % zwischen zwei Quartalen sind kein Zeichen hektischer Marktbewegungen, sondern das typische Merkmal eines engen Marktes. In einer Gemeinde mit 28.088 Einwohnern (Stand 31.12.2025 laut Bevölkerungsstand des Bayerischen Landesamts für Statistik) kommen pro Quartal nur wenige Häuser in die Vermarktung. Werden in einem Sommer zufällig drei großzügige Anwesen am Hang des Kramers oder historische Häuser mit Lüftlmalerei in Partenkirchen angeboten, zieht der Mittelwert steil an. Seriöse Marktbeobachter betrachten bei Häusern in Garmisch-Partenkirchen daher nie ein einzelnes Quartal, sondern die Spanne der letzten vier Quartale (4. Quartal 2025 bis 3. Quartal 2026), die bei den Angebotspreisen zwischen 7.371,7 und 8.116,8 €/m² liegt (CASAFARI Area Insights).
Dass freistehende Häuser im Schnitt deutlich über dem Niveau von Wohnungen angeboten werden, liegt an der Topografie. Der bebaubare Talboden ist durch Landschaftsschutzgebiete sowie durch die Hochwasserzonen von Loisach und Partnach eng begrenzt. Wer ein einzelnes Haus kauft oder bewertet, sollte sich deshalb nicht auf den Gemeindemittelwert stützen, sondern über Bewertungen, Comparables und Marktstudie konkrete Vergleichsobjekte derselben Mikrolage heranziehen.
Wo steht Garmisch-Partenkirchen im Vergleich zum deutschen Markt?
Während die Angebotspreise unter der Zugspitze noch nachgeben, hat sich der bundesweite Markt bereits gefangen. Laut der Destatis-Pressemitteilung zum Häuserpreisindex Q2 2026 vom 24. September 2026 lag der deutsche Häuserpreisindex im 2. Quartal 2026 nach vorläufigen Zahlen bei 100,6 Punkten (Basis 2025 = 100). Das entspricht einem Plus von 0,6 % gegenüber dem 2. Quartal 2025 und 0,3 % gegenüber dem 1. Quartal 2026, nachdem das 1. Quartal 2026 revidiert bereits um 1,2 % über dem Vorjahr gelegen hatte.
Dass Garmisch-Partenkirchen im 3. Quartal 2026 bei den Wohnungsangebotspreisen ein Minus von 4,9 % zum Vorjahr aufweist (CASAFARI Area Insights), passt zum Muster hochpreisiger Ferien- und Zweitwohnsitzmärkte: Sie reagieren nach einem Zinsanstieg oft verzögert, weil Verkäufer ohne wirtschaftlichen Druck länger an alten Preisvorstellungen festhalten. Dieses Bild bestätigt auch die amtliche Auswertung der Notarverträge. Wie aus dem Grundstücksmarktbericht 2025 des Gutachterausschusses Garmisch-Partenkirchen (Stichtag 01.01.2025, berichtet durch den Markt Murnau am Staffelsee) hervorgeht, befand sich der Landkreis 2024 mit einem Geldumsatz von rund 480 Mio. € in einer Phase der Konsolidierung mit seit etwa zwei Jahren leicht sinkenden Preisen; zum Vergleich lagen die Umsätze 2019 bei rund 540 Mio. € und 2018 bei rund 370 Mio. €.
Beim direkten Vergleich der Kurven ist methodische Sorgfalt geboten: Die CASAFARI-Reihen messen wöchentlich aktualisierte Angebotspreise im Markt Garmisch-Partenkirchen, während Destatis und der Gutachterausschuss beurkundete Kaufpreise mit entsprechendem Zeitversatz abbilden. Wie sich die Großstädte und Regionen im übrigen Bundesgebiet entwickeln, ordnet unser Leitfaden Deutschland sowie die laufende Übersicht zu den Trends auf dem Wohnungsmarkt ein.
Garmisch oder Partenkirchen: Wo liegt was im Werdenfelser Land?
Für Ortsfremde klingt der Doppelname nach einer einzigen Stadt, tatsächlich wurden die beiden historisch eigenständigen Märkte erst 1935 zur Vorbereitung der Olympischen Winterspiele vereinigt. Bis heute trennt die Bahnlinie die beiden Charaktere spürbar. Westlich des Bahnhofs liegt Garmisch mit dem Kurpark, dem Marienplatz, den Jugendstilvillen und dem Bahnhof der Bayerischen Zugspitzbahn: urbaner, etwas weitläufiger und stark vom Kur- und Kongressbetrieb geprägt. Östlich der Gleise erstreckt sich Partenkirchen entlang der historischen Ludwigstraße, einem ehemaligen römischen Handelsweg, gesäumt von alpenländischen Giebelhäusern mit traditioneller Lüftlmalerei und in unmittelbarer Nähe zum Olympia-Skistadion.
Geografisch liegt der Markt in einem weiten Talkessel zwischen dem Wettersteingebirge mit der 2.962 Meter hohen Zugspitze und der Alpspitze im Süden, dem Kramer im Nordwesten sowie Wank und Estergebirge im Osten. Durch das Tal fließen die Loisach und die aus der Klamm kommende Partnach. Die Anbindung an die Landeshauptstadt ist einer der wichtigsten Standortfaktoren: Über die Autobahn A95 und die Bundesstraße B2 oder mit der Regionalbahn vom Münchner Hauptbahnhof ist Garmisch-Partenkirchen in rund 80 bis 90 Minuten erreichbar. Von hier führen die Mittenwaldbahn weiter über die Grenze nach Seefeld und Innsbruck in Tirol sowie die Außerfernbahn nach Reutte.
Gerade Käufer aus dem Raum München vergleichen das Werdenfelser Land häufig mit den nahen Tiroler Orten wie Ehrwald oder Seefeld, weichen aber wegen des strengen österreichischen Grundverkehrsrechts für Freizeitwohnsitze auf die bayerische Seite aus. Innerhalb des Landkreises Garmisch-Partenkirchen, der zum 31.12.2025 insgesamt 89.350 Einwohner in 22 Gemeinden auf 1.012 km² zählte (Bayerisches Landesamt für Statistik), prüfen Suchende regelmäßig auch die Nachbargemeinden Grainau direkt unter der Zugspitze, Farchant, Oberau oder Mittenwald als ruhigere Alternativen.
Wer kauft in Garmisch-Partenkirchen und warum?
Auf dem Immobilienmarkt des Ortes treffen zwei sehr unterschiedliche Käufergruppen auf dasselbe knappe Angebot. Auf der einen Seite stehen einheimische Familien, Beschäftigte des Klinikums Garmisch-Partenkirchen, der Reha-Einrichtungen und des Landratsamts sowie Ruheständler, die ihren Hauptwohnsitz dauerhaft ins Gebirge verlegen. Diese Gruppe sorgt dank der Funktion als Kreisstadt und Gesundheitsstandort für ein stabiles, konjunkturunabhängiges Fundament.
Auf der anderen Seite suchen Zweitwohnsitzkäufer und private Kapitalanleger aus München (ein Blick in unseren Leitfaden zum Immobilienmarkt München zeigt das dortige Preisniveau), dem übrigen Oberbayern, aus Hamburg, dem Rheinland und Berlin nach einer Wohnung mit Bergblick. Der Reiz liegt in der Kombination aus Winter- und Sommersaison: die Skigebiete Garmisch-Classic und Zugspitze, die Weltcup-Abfahrt auf der Kandahar, das Neujahrsspringen der Vierschanzentournee, der Eibsee und die Partnachklamm ziehen ganzjährig Gäste an. Internationale Käufer bilden eine kleinere Gruppe, überwiegend aus Österreich, der Schweiz, den Niederlanden und Großbritannien sowie vereinzelt US-amerikanische Staatsbürger mit Bezug zum im Ort betriebenen Erholungszentrum Edelweiss Lodge and Resort der US-Streitkräfte.
Um der einheimischen Bevölkerung trotz der auswärtigen Nachfrage den Erwerb von Wohneigentum zu ermöglichen, vergeben der Markt und umliegende Gemeinden Bauland teilweise über sogenannte Einheimischenmodelle zu vergünstigten Konditionen. Wie der Gutachterausschuss in seinen Erläuterungen zu den Bodenrichtwerten 2024 (Hinweis 11, abgeleitet aus Kauffällen der Jahre 2022 und 2023) festhält, bleiben diese Kaufpreise für Einheimischenbauland bei der Ermittlung der amtlichen Bodenrichtwerte unberücksichtigt, da sie nicht das freie Marktniveau widerspiegeln.
Zweitwohnungsteuer, Grunderwerbsteuer, Zweckentfremdung: Was Käufer wissen müssen
Wer in Garmisch-Partenkirchen eine Immobilie erwirbt, genießt zunächst den Vorteil des bundesweit niedrigsten Grunderwerbsteuersatzes, muss aber bei einer Nutzung als Zweitwohnsitz oder Ferienwohnung strenge kommunale Regeln einkalkulieren.
| Abgabe oder Regelung | Satz / Vorgabe in Garmisch-Partenkirchen | Rechtsgrundlage & Besonderheiten |
|---|---|---|
| Grunderwerbsteuer | 3,5 % des beurkundeten Kaufpreises | § 11 Grunderwerbsteuergesetz (niedrigster Satz in Deutschland) |
| Notar- und Grundbuchkosten | ca. 1,5 % Notar + ca. 0,5 % Grundbuch | Übliche Richtwerte bezogen auf den Kaufpreis |
| Maklerprovision | üblicherweise 3,57 % inkl. USt. je Partei | Bei Vermittlung über einen Immobilienmakler |
| Zweitwohnungsteuer | 20 % der Jahresnettokaltmiete pro Jahr | Zweitwohnungssteuersatzung des Marktes Garmisch-Partenkirchen (PDF) vom 14.10.2022 |
| Zweckentfremdung | Genehmigungspflicht für Ferienwohnungen | Zweckentfremdungssatzung des Marktes Garmisch-Partenkirchen, in Kraft seit 01.10.2025 |
Bei einem exemplarischen Kaufpreis von 500.000 € fallen in Bayern nach § 11 GrEStG genau 17.500 € Grunderwerbsteuer an. Zusammen mit Notar, Grundbuch und Maklerprovision sollten Käufer rund 9 % des Kaufpreises an Erwerbsnebenkosten einplanen. Beschränkungen für ausländische Käufer gibt es im deutschen Recht nicht; sowohl EU-Bürger als auch Käufer aus Drittstaaten können ohne Genehmigungsverfahren Eigentum erwerben.
Deutlich spürbarer ist die laufende Belastung für Zweitwohnungsinhaber. Nach den §§ 4 und 5 der Zweitwohnungssteuersatzung vom 14. Oktober 2022 erhebt der Markt jährlich 20 % der Jahresnettokaltmiete als Steuer. Wird eine Eigentumswohnung selbst genutzt, schätzt die Gemeinde die ortsübliche Nettokaltmiete (wird eine Bruttokaltmiete angesetzt, erfolgt ein Abzug von 10 %, bei einer Bruttowarmmiete von 20 %). Nimmt man rein rechnerisch zur Veranschaulichung eine geschätzte ortsübliche Nettokaltmiete von 15.000 € im Jahr an (dies ist eine bloße Rechenannahme, keine erhobene Marktmiete), ergibt sich daraus eine jährliche Zweitwohnungsteuer von 3.000 €. Eine Ermäßigung auf 25 %, 50 % oder 75 % des Steuersatzes gewährt die Satzung nur dann, wenn ein Verwaltungsvertrag mit einer Agentur oder einem Hotelbetrieb die jährliche Eigennutzung vertraglich auf höchstens zwei Wochen, einen Monat beziehungsweise zwei Monate begrenzt.
Noch wichtiger für Kapitalanleger ist die am 24. September 2025 vom Marktgemeinderat beschlossene und seit dem 1. Oktober 2025 geltende Zweckentfremdungssatzung. Hintergrund des Beschlusses war laut Bauamt ein sprunghafter Anstieg der Umnutzungsanträge für Ferienwohnungen von 14 im Jahr 2021 über 106 im Jahr 2024 auf 136 bis zum Herbst 2025. Seit Oktober 2025 darf Wohnraum im Marktgebiet grundsätzlich nur noch zu Wohnzwecken genutzt werden; jede Umwandlung in eine Ferienwohnung oder gewerbliche Nutzung bedarf einer ausdrücklichen Genehmigung. Wer heute ein Inserat mit dem Hinweis auf eine Ferienwohnung prüft, sollte sich die baurechtliche Genehmigung vorab schriftlich vorlegen lassen. Zudem erhebt die Gemeinde bei touristischer Vermietung Abgaben nach den Satzungen und Verordnungen des Marktes (Kurbeitrag, Fremdenverkehrsbeitrag). Zur Besteuerung von Mieteinnahmen in Deutschland – auch für Steuerausländer – empfiehlt sich vorab das Gespräch mit einem Steuerberater.
Welche Risiken sollten Käufer einpreisen?
Ein Kauf im Werdenfelser Land will nüchtern kalkuliert sein. Aus den aktuellen Marktdaten und den örtlichen Rahmenbedingungen ergeben sich sechs Punkte, die vor einer Gebotsabgabe geprüft werden sollten:
- Preisanker aus dem Jahr 2023: Da die Angebotspreise für Wohnungen seit dem Hoch im 3. Quartal 2023 um 10,3 % auf 6.538 €/m² im 3. Quartal 2026 gesunken sind (CASAFARI Area Insights), zahlen Käufer, die ungeprüft alte Preisvorstellungen akzeptieren, rund zehn Prozent zu viel. Eine saubere Vergleichspreisanalyse schafft hier Verhandlungsspielraum.
- Laufende Kosten ohne Mieteinnahmen: Die Kombination aus 20 % Zweitwohnungsteuer (Satzung vom 14.10.2022), Grundsteuer und monatlichem Hausgeld lässt sich seit Inkrafttreten der Zweckentfremdungssatzung am 01.10.2025 bei regulärem Wohnraum kaum noch durch gelegentliche Ferienvermietung gegenfinanzieren.
- Geringe Marktliquidität bei Häusern: Mit einer Vier-Quartals-Spanne von 7.371,7 bis 8.116,8 €/m² (Q4 2025 bis Q3 2026, CASAFARI Area Insights) ist das Haussegment eng; ein späterer Wiederverkauf im gehobenen Preissegment braucht entsprechend Zeit.
- Klima- und Naturgefahren: Während das Gletscherskigebiet auf der Zugspitze hoch alpin liegt, sind die tieferen Abfahrten von Garmisch-Classic im Winter schneeabhängig. Im Talboden wiederum beeinflussen die Hochwasserzonen an Loisach und Partnach sowohl Baugenehmigungen als auch die Prämien der Elementarschadenversicherung.
- Regulatorische Verschärfungen: Wie viele oberbayerische Tourismusgemeinden schützt auch Garmisch-Partenkirchen seinen Dauerwohnraum zunehmend strenger; Satzungsänderungen sollten vor jedem Erwerb beim Markt geprüft werden.
- Infrastruktur und Erreichbarkeit: Die schnelle Verbindung nach München hängt an einer einzigen, teilweise eingleisigen Bahnstrecke, die in der Vergangenheit – unter anderem nach dem Zugunglück im Juni 2022 sowie bei längeren Bauarbeiten – monatelang unterbrochen war.
Wie prüfen Profis Preise in Garmisch-Partenkirchen mit CASAFARI?
Makler, Sachverständige und Finanzierungsberater im Oberland nutzen die Daten von CASAFARI, um in einem ruhigeren Markt belastbare Gespräche zu führen. Wenn ein Eigentümer seine Wohnung noch zum Preisniveau von 2023 inserieren möchte, belegt ein Blick in Area Insights (Location-ID 528942, aufrufbar über Location Lookup unter Deutschland › Bayern › Garmisch-Partenkirchen) den Rückgang der Angebotspreise über die vergangenen vier Quartale bis auf 6.538 €/m² im 3. Quartal 2026. Eigentümer, die vor einem Verkaufsgespräch eine erste Orientierung für ihr Objekt suchen, können zudem unsere Online-Immobilienbewertung nutzen.
Für die Bewertung eines einzelnen Hauses in Partenkirchen oder einer Dachgeschosswohnung am Kurpark reicht der Ortsmittelwert nicht aus. Über Comparables stellen Profis aktive und historisch indexierte Inserate derselben Bauart und Mikrolage nebeneinander, um die Verhandlungsbandbreite neben den amtlichen Bodenrichtwerten und dem Grundstücksmarktbericht sauber abzusichern.
Wer Zeitreihen und Vergleichsobjekte direkt in eigene Bewertungssysteme, Banken-Workflows oder KI-Anwendungen einbinden möchte, findet die technischen Schnittstellen in der Area-Insights-Dokumentation für Entwickler (auf Englisch) sowie in der Comparables-Dokumentation für Entwickler (auf Englisch). Über Casafari MCP lassen sich diese Marktdaten auch unmittelbar aus KI-Agenten heraus mit Tokens abfragen. Um die Preisreihen für Garmisch-Partenkirchen selbst einzusehen oder API-Zugangsdaten (Access Tokens) zu verwalten, können Sie direkt ein Konto auf platform.casafari.com anlegen oder sich auf der Produktseite zu Area Insights (Gebietsübersicht) für Garmisch-Partenkirchen einen Überblick verschaffen.
Häufig gestellte Fragen
Was kostet eine Eigentumswohnung in Garmisch-Partenkirchen pro Quadratmeter?
Im 3. Quartal 2026 liegt der durchschnittliche Angebotspreis für Eigentumswohnungen in Garmisch-Partenkirchen bei 6.538 €/m² (CASAFARI Area Insights, Ausreißer ausgeschlossen). Das sind 4,9 % weniger als im 3. Quartal 2025 (6.877,1 €/m²) und 10,3 % unter dem bisherigen Höchstwert von 7.292 €/m² aus dem 3. Quartal 2023. Bei diesen Werten handelt es sich um Angebotspreise aus Immobilieninseraten, nicht um notariell beurkundete Kaufpreise; je nach Baujahr und Mikrolage wie Kurpark, Ludwigstraße oder Hanglage weichen Einzelobjekte deutlich vom Mittelwert ab.
Fallen die Immobilienpreise in Garmisch-Partenkirchen weiter?
Die Angebotspreise für Eigentumswohnungen sind in Garmisch-Partenkirchen vier Quartale in Folge leicht zurückgegangen, von 6.906,9 €/m² auf 6.538 €/m² im 3. Quartal 2026 (CASAFARI Area Insights). Auch der Gutachterausschuss des Landkreises beschreibt im Grundstücksmarktbericht 2025 (für das Jahr 2024) eine rund zweijährige Konsolidierungsphase mit leicht sinkenden Preisen, während sich der bundesweite Häuserpreisindex von Destatis im 2. Quartal 2026 mit vorläufig +0,6 % zum Vorjahr stabilisiert hat. Ob der lokale Markt diesem Bundestrend folgt, lässt sich seriös nicht prognostizieren; Käufer sollten aktuelle Angebotspreise daher immer anhand konkreter Vergleichsobjekte (Comparables) prüfen.
Wie hoch ist die Zweitwohnungsteuer in Garmisch-Partenkirchen?
Nach der Zweitwohnungssteuersatzung des Marktes Garmisch-Partenkirchen vom 14. Oktober 2022 beträgt die Steuer jährlich 20 % der Jahresnettokaltmiete. Wird eine Zweitwohnung vom Eigentümer selbst genutzt, setzt die Gemeinde als Bemessungsgrundlage die geschätzte ortsübliche Nettokaltmiete an. Eine Reduzierung auf 25 %, 50 % oder 75 % der Steuer ist nur möglich, wenn ein Vertrag mit einer Vermietungsagentur oder einem Hotelbetrieb die eigene Nutzung nachweislich auf höchstens zwei Wochen, einen Monat oder zwei Monate im Jahr begrenzt.
Darf ich meine Wohnung in Garmisch-Partenkirchen als Ferienwohnung vermieten?
Seit dem 1. Oktober 2025 gilt im Markt Garmisch-Partenkirchen eine Zweckentfremdungssatzung (Beschluss des Marktgemeinderats vom 24.09.2025), nach der regulärer Wohnraum nur noch mit ausdrücklicher Genehmigung dauerhaft als Ferienwohnung oder gewerblich genutzt werden darf. Bereits vor diesem Stichtag rechtmäßig betriebene Ferienwohnungen genießen nach Branchenangaben Bestandsschutz; auch eine Kurzzeitvermietung der selbst bewohnten Hauptwohnung bis zu acht Wochen im Jahr soll laut Branchenquellen genehmigungsfrei bleiben, was jedoch im Einzelfall anhand des Satzungstextes beim Bauamt zu prüfen ist. Zusätzlich fallen bei touristischer Vermietung Kurbeitrag und Fremdenverkehrsbeitrag nach den Gemeindesatzungen an.
Welche Kaufnebenkosten fallen beim Immobilienkauf in Bayern an?
In Bayern beträgt die Grunderwerbsteuer 3,5 % des beurkundeten Kaufpreises (§ 11 GrEStG) und liegt damit auf dem niedrigsten Niveau aller deutschen Bundesländer. Hinzu kommen rund 1,5 % für den Notar, etwa 0,5 % für die Grundbucheintragung sowie bei Einschaltung eines Maklers üblicherweise 3,57 % Provision inklusive Umsatzsteuer für den Käufer. Bei einem Kaufpreis von 500.000 € ergeben sich somit 17.500 € Grunderwerbsteuer und einschließlich Makler insgesamt rund 45.000 € an Kaufnebenkosten, die in der Regel aus dem Eigenkapital zu tragen sind.
Garmisch oder Partenkirchen: Wo kauft man besser?
Beide Ortsteile bilden seit ihrer Vereinigung im Jahr 1935 gemeinsam den Markt Garmisch-Partenkirchen mit 28.088 Einwohnern (Stand 31.12.2025, Bayerisches Landesamt für Statistik). Garmisch westlich des Bahnhofs ist geprägt vom Kurpark, der Fußgängerzone am Marienplatz und der Zugspitzbahn, während Partenkirchen östlich der Gleise mit der historischen Ludwigstraße, Lüftlmalerei-Fassaden und der Nähe zum Olympia-Skistadion einen stärker traditionellen Charakter besitzt. Da amtliche und indexierte Preisreihen den Markt als Ganzes erfassen, empfiehlt sich vor dem Kauf ein objektgenauer Vergleich über Comparables in der jeweiligen Straße.