München von oben gesehen

München

Das Herz der bayerischen Kultur

München ist Deutschlands dynamischster Immobilienmarkt: Die bayerische Landeshauptstadt vereint 1.612.429 Einwohner (städtisches Melderegister Ende 2025) mit einem Bruttoinlandsprodukt von 101.543 Euro pro Kopf. Laut dem Gutachterausschuss stieg der Geldumsatz im ersten Halbjahr 2026 auf ca. 5,4 Milliarden Euro (+7 %), getragen von stabilen Bestandspreisen und Bayerns niedriger Grunderwerbsteuer von 3,5 %.

Wirtschaftskraft, Geographie und der Münchner Immobilienmarkt im Überblick

Als bayerische Landeshauptstadt auf 520 Metern über dem Meeresspiegel vereint München hohe Lebensqualität mit unvergleichlicher wirtschaftlicher Stärke. Die Stadt ist Sitz international führender DAX-Konzerne wie Siemens, Allianz und der Münchener Rück. Ergänzt wird diese Basis durch leistungsfähige Branchencluster in den Bereichen Informationstechnologie, Forschung und Entwicklung, Biotechnologie, Medizintechnik, Automobilbau, Medien sowie Finanzdienstleistungen. Mit einem Bruttoinlandsprodukt von 151.996 Millionen Euro (101.543 Euro je Einwohner beziehungsweise 125.211 Euro je Erwerbstätigen) laut dem Statistischen Amt der Landeshauptstadt München (Stand 2024, veröffentlicht 2026) gehört die Stadt zu den wirtschaftsstärksten Metropolen Europas.

Nach der Zinsfrequenzkorrektur des Jahres 2023 verzeichnete der Münchner Immobilienmarkt eine spürbare Belebung. Wie aus dem official Immobilienmarktbericht des Gutachterausschusses München hervorgeht, stieg die Zahl der notariell beurkundeten Kaufverträge im Jahr 2024 um 34 % auf ca. 10.950 Transaktionen, während der Geldumsatz um 51 % auf ca. 11,4 Milliarden Euro kletterte. Diese Erholung setzte sich fort: Im ersten Halbjahr 2025 wuchs die Vertragsanzahl um weitere 13 % (4,8 Milliarden Euro Umsatz). Für das erste Halbjahr 2026 meldet der Gutachterausschuss ein leichtes Plus von 3 % bei den Verträgen und einen Anstieg des Geldumsatzes um 7 % auf ca. 5,4 Milliarden Euro – bei weitgehend stabilen Bestandspreisen (+1 %).

Für eine tiefergehende Standort- und Preisanalyse auf Stadtteilebene bietet die Gebietsübersicht von CASAFARI detaillierte Einblicke. Wer Portfolios strukturiert bewerten oder Mikrostandorte vergleichen möchte, nutzt Immobilienbewertungen und Marktstudie für präzise Vergleichsdaten. Weitere Einblicke in den bundesweiten Kontext finden Sie in unserem Beitrag über die Entwicklung des deutschen Immobilienmarktes.

Balkendiagramm zu den Kaufnebenkosten in München: 3,50 % Grunderwerbsteuer, rund 1,75 % Notar- und Grundbuchkosten sowie bis zu 3,57 % Maklerprovision ergeben insgesamt etwa 8,82 % des Kaufpreises.

Welche Steuern, Kaufnebenkosten und Satzungen gelten für Immobilien in München?

Beim Kauf einer Wohn- oder Gewerbeimmobilie profitieren Käufer in Bayern von einem klaren steuerlichen Vorteil: Das Land erhebt gemäß § 11 GrEStG mit 3,5 % die deutschlandweit niedrigste Grunderwerbsteuer. Informationen hierzu bereitstellt das Bayerisches Landesamt für Steuern zur Grunderwerbsteuer. Zählt man die Notar- und Grundbuchkosten von ca. 1,5 % bis 2,0 % (nach GNotKG) hinzu, liegen die Nebenkosten ohne Makler bei etwa 5,0 % bis 5,5 %. Bei Wohnungsverkäufen an Verbraucher fällt nach dem Halbteilungsgrundsatz (§ 656c BGB) marktüblich eine Maklerprovision von jeweils bis zu 3,57 % inkl. MwSt. für Käufer und Verkäufer an, womit sich die Gesamtkaufnebenkosten für Käufer auf ca. 8,5 % bis 9,07 % belaufen.

Laufende Eigentümerpflichten betreffen insbesondere die Grundsteuer. Seit dem 1. Januar 2025 gilt in München im Rahmen des bayerischen Flächenmodells für die Grundsteuer A und B ein erhöhter städtischer Hebesatz von 824 % (zuvor 535 %).

Bestandshalter müssen Zudem städtische Schutzsatzungen und Bundesvorgaben beachten:

  • Erhaltungssatzungen (Milieuschutz): München weist 36 unbefristete Erhaltungssatzungsgebiete (§ 172 BauGB) mit rund 204.000 Wohnungen und etwa 340.000 Bewohnern auf. In diesen Zonen unterliegen Grundrissänderungen, Luxusmodernisierungen, Abbrüche sowie die Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen einem strengen städtischen Genehmigungsvorbehalt. Zudem besitzt die Stadt ein Vorkaufsrecht. Details bietet die Übersicht der Münchner Erhaltungssatzungsgebiete.
  • Mietpreisbremse & Kappungsgrenze: Die bayerische Mieterschutzverordnung verlängert die Mietpreisbremse in München bis zum 31. Dezember 2029. Wiedervermietungen dürfen maximal 10 % über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen (der Mietspiegel 2025 weist durchschnittlich 15,38 €/m² aus; Neubauten mit Erstnutzung ab 01.10.2014 sind ausgenommen). Die Kappungsgrenze begrenzt Mieterhöhungen im Bestand auf maximal 15 % innerhalb von drei Jahren (§ 558 Abs. 3 BGB). Nach einer Umwandlung gilt eine zehnjährige Kündigungssperrfrist für Eigenbedarf.
  • Zweckentfremdung (Kurzzeitvermietung): Nach der Münchner Zweckentfremdungssatzung (ZeS) ist die Vermietung der gesamten selbstgenutzten Wohnung als Ferienwohnung (z. B. via Airbnb) nur bis zu 8 Wochen (56 Tage) pro Kalenderjahr genehmigungsfrei. Seit dem 1. April 2026 gilt eine gesetzliche Registrierungspflicht mit anzugebender Registrierungsnummer im Inserat. Verstöße können mit Bußgeldern von bis zu 500.000 Euro geahndet werden.

Anleger, die den Münchner Markt mit anderen deutschen Metropolen vergleichen möchten, finden im Leitfaden zum Immobilienmarkt in Berlin wertvolle Gegenüberstellungen.

Infografik zu den vier wichtigsten Immobilienregeln in München 2026: 36 Erhaltungssatzungsgebiete, maximal 8 Wochen Kurzzeitvermietung, Mietpreisbremse bis 2029 und 824 % Grundsteuer-Hebesatz.

Kultur, Lebensqualität und das Münchner Stadtbild

Das historische Zentrum Münchens prägt die Identität der Stadt und die Attraktivität ihrer zentralen Wohnlagen. Der Marienplatz mit dem Neuen Rathaus und seinem weltberühmten Glockenspiel sowie das historische Hofbräuhaus stehen stellvertretend für die architektonische Tradition.

Grüne Lungen sichern den hohen Freizeitwert innerhalb der Stadtgrenzen. Der Englische Garten – eine der weltweit größten innerstädtischen Parkanlagen – bietet neben Monumenten und Biergärten die bekannte Eisbachwelle für Fluss-Surfer. Die renaturierte Isar fließt mitten durch die Stadt und verleiht den angrenzenden Quartieren in Glockenbach-, Au- und Haidhausen eine besonders hohe Wohnattraktivität.

Ein kultureller und wirtschaftlicher Höhepunkt ist das jährliche Oktoberfest auf der Theresienwiese. Es zieht von Ende September bis Anfang Oktober Millionen internationale Gäste an und stellt einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor für Gastronomie, Hotellerie und das lokale Gewerbe dar.

Wie ist München im Nah- und Fernverkehr angebunden?

Das öffentliche Verkehrsnetz der Münchner Verkehrs- und Tarifverbund GmbH (MVV) und der MVG umfasst 8 U-Bahn-Linien (U1–U8), 11 reguläre Straßenbahnlinien (ergänzt um 4 Nachtlinien) sowie 8 bis 9 S-Bahn-Linien (S1–S8, S20 und S5). Eine Einzelfahrkarte in der Tarifzone M kostet 4,20 Euro (Kurzstrecke: 2,10 Euro), während das bundesweite Deutschlandticket bei 63,00 Euro pro Monat liegt.

An das Fernstraßennetz ist München über die Autobahnen A8, A9, A95 und A96 angebunden. Seit dem 1. Februar 2023 gehört auch der Mittlere Ring selbst zur Münchner Umweltzone. Die Einfahrt erfordert eine grüne Umweltplakette. Zudem gilt ein Dieselfahrverbot für Fahrzeuge der Schadstoffklassen Euro 4/IV und schlechter (Euro 5/V und Euro 6/VI bleiben zugelassen). Verstöße werden mit 100 Euro Bußgeld zzgl. Gebühren geahndet. Weiterführende Informationen der Landeshauptstadt München zur Umweltzone erläutern Ausnahmegenehmigungen für Anwohner und Lieferverkehr.

Der international vernetzte Flughafen München (MUC), 28 km nordöstlich gelegen, verfügt über zwei Hauptterminals: Terminal 2 (inklusive des 2016 eröffneten Satellitengebäudes) dient exklusiv der Lufthansa Group und der Star Alliance. Terminal 1 wird von allen weiteren Fluggesellschaften (u. a. Emirates, British Airways, easyJet, Condor) genutzt und wurde im April 2026 um ein neues Pier erweitert. Der Flughafen Memmingen (FMM) bedient Low-Cost-Verbindungen (z. B. Ryanair, Wizz Air), während der Flughafen Augsburg (AGB) der Business und General Aviation dient.

Freizeitwert und Naherholung im Münchner Umland

Die unmittelbare Nähe zu den Alpen und den oberbayerischen Seen steigert die Lebensqualität und sichert die langfristige Nachfrage von Fachkräften und Familien nach Wohnraum in der Region.

Östlich der Stadt erstreckt sich der Ebersberger Forst mit rund 90 km² (ca. 9.000 Hektar) zusammenhängender Waldfläche als beliebtes Ziel für Radfahrer und Wanderer. Südöstlich liegt der Chiemsee, das „Bayerische Meer“, das optimale Bedingungen für Wassersport bietet.

Über die Autobahn A95 ist Garmisch-Partenkirchen in rund 90 Minuten erreichbar. Dort befindet sich die Zugspitze, mit 2.962 m ü. NHN der höchste Berg Deutschlands. Ebenfalls beeindruckend präsentiert sich das Berchtesgadener Land mit dem Watzmann (2.713 m ü. NHN), dem dritthöchsten Berg Deutschlands und dem höchsten Massiv, das vollständig auf deutschem Staatsgebiet liegt. Die Isar bietet im Sommer zudem ideale Bedingungen für Boots- und Kanutouren.

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Häufig gestellte Fragen

Wie hoch sind die Kaufnebenkosten beim Immobilienkauf in München?

Käufer profitieren in München von der bayernweit niedrigen Grunderwerbsteuer von 3,5 % des notariellen Kaufpreises. Zusammen mit den Notar- und Grundbuchkosten von ca. 1,5 % bis 2,0 % belaufen sich die Kaufnebenkosten ohne Makler auf etwa 5,0 % bis 5,5 %. Wird die Wohnimmobilie über einen Makler erworben, teilt sich die Provision nach § 656c BGB üblicherweise auf jeweils bis zu 3,57 % inkl. MwSt. für Käufer und Verkäufer auf, sodass die Gesamtkaufnebenkosten für den Käufer bei ca. 8,5 % bis 9,07 % liegen.

Was gilt bei der Zweckentfremdung und Kurzzeitvermietung in München?

Nach der Münchner Zweckentfremdungssatzung (ZeS) darf eine selbstgenutzte Hauptwohnung maximal 8 Wochen (56 Tage) pro Kalenderjahr ohne Genehmigung als Ferienwohnung vermietet werden. Zudem gilt seit dem 1. April 2026 eine verpflichtende Registrierungspflicht, bei der die amtliche Registrierungsnummer des Sozialreferats im Inserat anzugeben ist. Ungenehmigte Kurzzeitvermietungen oder Leerstände von mehr als drei Monaten können mit Bußgeldern von bis zu 500.000 Euro geahndet werden.

Was bedeuten Erhaltungssatzung und Mietpreisbremse für Eigentümer in München?

In den 36 Münchner Erhaltungssatzungsgebieten (Milieuschutz mit ca. 204.000 Wohnungen) erfordern Umwandlungen in Eigentumswohnungen, Grundrissänderungen und Luxusmodernisierungen eine städtische Genehmigung, wobei die Stadt ein Vorkaufsrecht besitzt. Ergänzend gilt die Mietpreisbremse bis Ende 2029 (maximal 10 % über ortsüblicher Vergleichsmiete bei Neuvermietung, ausgenommen Neubauten ab Oktober 2014) sowie eine Kappungsgrenze von 15 % Erhöhung innerhalb von drei Jahren. Der Hebesatz für die Grundsteuer B liegt seit 2025 bei 824 %.

Wie ist die Verkehrsanbindung und Umweltzone in München geregelt?

Seit dem 1. Februar 2023 gehört der Mittlere Ring selbst zur Umweltzone München, weshalb die Zufahrt nur mit einer grünen Umweltplakette gestattet ist. Zudem gilt ein Fahrverbot für Diesel-Fahrzeuge der Schadstoffklassen Euro 4/IV und schlechter, während Euro 5/V und Euro 6/VI weiterhin zugelassen sind. Verstöße werden mit einem Bußgeld von 100 Euro zzgl. Gebühren geahndet.

Wie stark ist die Wirtschaft in München für Immobilieninvestoren?

München gehört mit einem BIP pro Kopf von 101.543 Euro (Stand 2024, veröffentlicht 2026) zu den wirtschaftsstärksten Metropolen Europas und beherbergt zahlreiche DAX-Konzerne sowie wichtige Branchencluster wie Informationstechnologie und Medizintechnik. Diese ökonomische Basis, kombiniert mit dem deutlichen Anstieg der notariellen Transaktionen auf ca. 10.950 im Jahr 2024, unterstreicht die langfristige Attraktivität des Standorts für Investitionen.

Welche Unterstützung bietet CASAFARI bei der Analyse des Münchner Immobilienmarktes?

Für eine präzise Standortanalyse auf Stadtteilebene bietet CASAFARI eine Gebietsübersicht an, die detaillierte Einblicke in den lokalen Markt gewährt. Investoren und Makler können zudem gezielt Immobilienbewertungen und Marktstudien nutzen, um Mikrostandorte zu vergleichen und Portfolios fundiert zu bewerten.