Immobilienpreise Dornbirn 2026: Wohnungen, Mieten, Rendite

Angebotspreise, Mieten und Rendite für Eigentumswohnungen in Dornbirn, Quartal für Quartal aus CASAFARI Area Insights.

Eigentumswohnungen in Dornbirn werden im 3. Quartal 2026 im Durchschnitt um 5.288,1 €/m² angeboten (CASAFARI Area Insights, Angebotspreise ohne Ausreißer, keine verbücherten Kaufpreise) – das sind 2,3 % weniger als ein Jahr zuvor. Die Angebotsmieten kletterten im selben Zeitraum um 6,6 % auf 19,3 €/m² monatlich, womit die rechnerische Bruttorendite auf rund 4,4 % steigt. Mit 52.252 Einwohnerinnen und Einwohnern zum 1. Jänner 2026 laut Bevölkerungszahlen für Dornbirn der Statistik Austria ist Vorarlbergs größte Gemeinde ein klassischer Eigennutzermarkt und kein Ferienwohnungspflaster.

Was kostet eine Eigentumswohnung in Dornbirn im Herbst 2026?

Ein Paar aus Lustenau – beide pendeln über die Schweizer Grenze nach St. Gallen – sitzt im Herbst 2026 vor zwei Inseraten für eine Dreizimmerwohnung im Hatlerdorf. Der geforderte Kaufpreis liegt leicht unter dem Niveau des Vorjahres, während die Vorschreibung für ihre bisherige Mietwohnung bereits zweimal nach oben angepasst wurde. Diese Alltagsszene beschreibt den Dornbirner Wohnungsmarkt im Jahr 2026 präzise: Beim Kauf bewegen sich die Forderungen seitwärts, bei der Miete zeigen sie klar nach oben.

In den Daten von Area Insights für Dornbirn und jede andere Gemeinde Österreichs liegt der durchschnittliche Angebotspreis für Eigentumswohnungen im 3. Quartal 2026 bei 5.288,1 €/m² (Stand: 23.10.2026). Seit dem 4. Quartal 2023 pendelt der Markt in einem recht engen Korridor zwischen rund 5.290 und 5.590 €/m². Der aktuelle Wert bildet den unteren Rand dieser Bandbreite und liegt praktisch gleichauf mit dem 4. Quartal 2024 (5.293,6 €/m²).

Für die ersten drei Quartale des Jahres 2023 weist die Datenbank dreimal denselben Platzhalterwert von 5.877,3 €/m² aus, da für diesen Zeitraum keine neuen Einzelinserate nacherfasst wurden. Die belastbare Zeitreihe beginnt somit im 4. Quartal 2023; die früheren Quartale sind im Diagramm grau hinterlegt und dürfen nicht als Preisrückgang seit Jahresbeginn 2023 gelesen werden.

Was bedeutet dieses Preisniveau für das Budget? Eine typische Dreizimmerwohnung mit 75 m² Wohnfläche kommt bei 5.288,1 €/m² auf einen Angebotspreis von rund 396.600 €. Hinzu treten die gesetzlichen Erwerbsnebenkosten: 3,5 % Grunderwerbsteuer, 1,1 % gerichtliche Eintragungsgebühr für das Eigentumsrecht sowie – bei einer Bankfinanzierung – 1,2 % für die Eintragung des Pfandrechts. Allein diese drei Posten summieren sich auf 5,8 % oder rund 23.000 €, noch bevor der Vertragserrichter (Notar oder Rechtsanwalt) und eine allfällige Maklerprovision bezahlt sind.

Zur Einordnung des Preisgefüges im Bundesland hilft ein Blick ins amtliche Grundbuch: Laut dem RE/MAX ImmoSpiegel 2025 zum Eigentumswohnungsmarkt lag der tatsächlich beurkundete Durchschnittspreis für Eigentumswohnungen in ganz Vorarlberg im Kalenderjahr 2025 bei 5.018 €/m² (+3,3 % gegenüber 2024) – der dritthöchste Landeswert Österreichs nach Wien (5.512 €/m²) und Salzburg (5.040 €/m²). Dass Dornbirn als wirtschaftliches Zentrum des Rheintals über dem Landesschnitt notiert, ist strukturell bedingt; ebenso wichtig bleibt die Unterscheidung zwischen den hier ausgewiesenen Angebotspreisen aus Inseraten und den später verbücherten Kaufpreisen.

Sind die Preise in Dornbirn gefallen oder stagnieren sie?

Auf den ersten Blick zeigen die Dornbirner Angebotspreise ein leichtes Minus: Gegenüber dem 3. Quartal 2025 (5.411,0 €/m²) gaben die Forderungen im 3. Quartal 2026 um 122,9 € oder 2,3 % nach; verglichen mit dem 4. Quartal 2023 (5.521,9 €/m²) beträgt der Abstand 233,8 € beziehungsweise 4,2 % (CASAFARI Area Insights, Stand: 23.10.2026). Besonders auffällig ist der Schritt vom 2. Quartal 2026 (5.553,4 €/m²) zum 3. Quartal 2026 mit einem Rückgang um 265,3 € oder 4,8 %. Es ist der größte Quartalssprung der gesamten Reihe – doch in einem mittelgroßen Markt wie Dornbirn genügen wenige neu inserierte Bestandswohnungen oder der Abverkauf eines teureren Neubauprojekts, um den Mittelwert eines einzelnen Quartals spürbar zu verschieben.

Ein Blick auf die gesamtösterreichische Entwicklung spricht klar gegen die These eines Preisverfalls. Sowohl der vorläufige Häuserpreisindex der Statistik Austria, der für das 2. Quartal 2026 ein Plus von 5,1 % im Jahresvergleich ausweist (Indexstand 105,00 auf Basis 2025 = 100), als auch der Wohnimmobilienpreisindex der Oesterreichischen Nationalbank mit +3,6 % im 2. Quartal 2026 (Österreich ohne Wien: +4,2 %, Veröffentlichung vom 16. September 2026) zeigen nach den leichten Rückgängen der Jahre 2023 (−1,6 %) und 2024 (−2,1 %) wieder nach oben. Wie sich diese Indizes im Bundesländervergleich verhalten, beleuchtet unser Überblick zu den Trends auf dem österreichischen Wohnungsmarkt.

Noch deutlicher wird das Bild bei den Transaktionszahlen: Im Jahr 2025 wurden in Vorarlberg laut Grundbuchauswertung von RE/MAX und IMMOunited 2.281 Eigentumswohnungen verkauft – ein Zuwachs von 29,6 % gegenüber 2024 und damit der kräftigste Anstieg aller neun Bundesländer (Transaktionsvolumen: 852 Mio. €), auch wenn die Stückzahl noch 17,0 % unter dem Zehnjahresschnitt blieb.

Die schlüssige Lesart für den Herbst 2026 lautet daher: Der Markt friert nicht ein, sondern findet wieder zusammen. Nach drei ruhigen Jahren kommen mehr Käuferinnen und Käufer zurück, verfügen aber über nüchtern kalkulierte Kreditrahmen. Eigentümerinnen und Eigentümer, die tatsächlich verkaufen wollen, nehmen die überzogenen Aufschläge der Vorjahre aus ihren Inseraten heraus. Wer heute eine Liegenschaft im Rheintal auf den Markt bringt, sollte den Startpreis nicht aus dem Bauchgefühl ableiten, sondern über Bewertungen mit Comparables und Marktstudie exakt an vergleichbaren Angeboten der unmittelbaren Nachbarschaft ausrichten.

Wie entwickeln sich die Mieten in Dornbirn?

Während die Kaufpreisforderungen seitwärts tendieren, kennen die Angebotsmieten in Dornbirn seit fast drei Jahren nur eine Richtung. Im 3. Quartal 2026 werden Mietwohnungen in der Stadt durchschnittlich um 19,3 €/m² pro Monat angeboten (CASAFARI Area Insights, Stand: 23.10.2026). Gegenüber dem 3. Quartal 2025 (18,1 €/m²) entspricht das einem Anstieg um 1,2 € oder 6,6 %; seit dem Beginn der Mietzeitreihe im 1. Quartal 2024 (17,3 €/m²) haben sich die inserierten Quadratmetermieten um 2,0 € beziehungsweise 11,6 % verteuert.

Für eine 70 m² große Wohnung bedeutet ein Satz von 19,3 €/m² eine monatliche Angebotsmiete von rund 1.350 € (ohne Betriebskosten und ohne die auf Wohnraum entfallende Umsatzsteuer von 10 %). Auch hier gilt: Die Daten bilden die in Inseraten geforderten Neuvermietungspreise ab, nicht die Bestandsmieten laufender Verträge.

Drei Faktoren treiben diese Entwicklung an:

  • Aufgeschobene Kaufentscheidungen: Viele Haushalte, die in den Jahren 2023 und 2024 an den strengen Kreditvergaberichtlinien oder den gestiegenen Zinsen scheiterten, blieben länger als geplant im Mietsektor.
  • Stetiger Zuzug ins Rheintal: Dornbirn wuchs von 45.922 Einwohnern bei der Volkszählung 2011 über 50.340 (2021) auf 52.252 Personen am 1. Jänner 2026 (Statistik Austria) – ein Plus von rund 14 % binnen fünfzehn Jahren.
  • Rückläufiger Neubau: Hohe Baukosten und die im Juli 2025 gekürzte Landesförderung für neue Eigentumswohnungen bremsen den Bauträgermarkt, sodass kaum zusätzliche Mietwohnungen im freien Segment fertiggestellt werden.

Rechtlich fällt der Großteil des Dornbirner Wohnungsbestands – da überwiegend nach 1945 und ohne Zuhilfenahme entsprechender Altbauförderungen errichtet – unter den Teilanwendungsbereich des Mietrechtsgesetzes (MRG) mit freier Mietzinsbildung. Politische Eingriffe wie die österreichischen Mietpreisbremsen der Jahre 2025 und 2026 greifen primär im regulierten Altbau- und gemeinnützigen Sektor, verändern aber dennoch die Erwartungshaltung am gesamten Markt.

Lohnt sich eine Anlegerwohnung in Dornbirn?

Durch die Schere aus leicht nachgebenden Kaufpreisforderungen und steigenden Angebotsmieten hat sich die Einstiegsrechnung für private Kapitalanleger verbessert. Setzt man die Jahresmiete auf Basis der aktuellen Angebotsmiete ins Verhältnis zum durchschnittlichen Angebotspreis (12 × 19,3 € ÷ 5.288,1 €), ergibt sich für das 3. Quartal 2026 eine indikative Bruttomietrendite von 4,4 % (CASAFARI Area Insights, berechnet zum 23.10.2026). Ein Jahr zuvor, im 3. Quartal 2025, lag dieser Wert bei 4,0 % (12 × 18,1 € ÷ 5.411,0 €).

Kennzahl (Eigentumswohnungen Dornbirn) 3. Quartal 2025 3. Quartal 2026 Veränderung
Durchschnittlicher Angebotspreis Kauf 5.411,0 €/m² 5.288,1 €/m² −2,3 %
Durchschnittliche Angebotsmiete (Monat) 18,1 €/m² 19,3 €/m² +6,6 %
Indikative Bruttomietrendite (vor Kosten) 4,0 % 4,4 % +0,4 Prozentpunkte

Quelle: CASAFARI Area Insights, Location-ID 3697712, Angebotspreise ohne Ausreißer, Stand: 23.10.2026.

Diese 4,4 % sind eine reine Bruttogröße vor Erwerbsnebenkosten (rund 5,8 % allein für Steuer und Grundbuch), nicht umlagefähigen Bewirtschaftungskosten, Instandhaltungsrücklage, allfälligem Leerstand und Ertragsteuern. In der Praxis konzentrieren sich lokale Anlegerinnen und Anleger auf gut vermietbare Zwei- und Dreizimmerwohnungen im Bestand – genau jenes Segment, das auch der ImmoGuide 2026 der Sparkasse Dornbirn (veröffentlicht am 23. Dezember 2025) als den gefragtesten Teilmarkt des Landes hervorhebt.

Steuerlich unterliegen die laufenden Überschüsse der Einkommensteuer (Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung bei einer regulären Absetzung für Abnutzung von 1,5 % des Gebäudewerts), während Veräußerungsgewinne mit 30 % Immobilienertragsteuer (ImmoESt) belastet werden; eine konkrete Kalkulation gehört vorab mit einer Steuerberatungskanzlei durchgesprochen. Wer den Markt systematisch nach passenden Bestandsobjekten durchkämmen möchte, bündelt über die Immobiliensuche über alle Portale mit Property Sourcing sämtliche Inserate ohne Dubletten. Eigentümerinnen und Eigentümer, die vor der Entscheidung zwischen Verkauf und Neuvermietung stehen, erhalten über die Online-Immobilienbewertung für Eigentümer eine erste datengestützte Orientierung.

Wo in Dornbirn kaufen: Markt, Hatlerdorf, Oberdorf, Haselstauden, Rohrbach, Schoren

Dornbirn ist das wirtschaftliche Herz des Vorarlberger Rheintals (der gesamte Bezirk Dornbirn mit Hohenems und Lustenau zählt 94.624 Einwohner, das Bundesland Vorarlberg 412.307 zum 1. Jänner 2026 laut Statistik Austria). Geografisch liegt die Stadt eingespannt zwischen dem Rhein mit der nahen Grenze zur Schweiz (Kantone St. Gallen und Appenzell) und zu Liechtenstein im Westen sowie den steil aufragenden Hängen von Karren, Bödele und First im Osten. Über die Rheintalautobahn A14, den Hauptbahnhof, den Regionalflughafen St. Gallen-Altenrhein und die Nähe zum Bodensee ist der Standort hervorragend vernetzt; hinzu kommen die Fachhochschule Vorarlberg, die Messe Dornbirn und traditionsreiche Industrie- und Technologiebetriebe.

Obwohl das Gemeindegebiet stolze 120,9 km² umfasst, besteht der weitaus größte Teil aus Bergwald, Vorsäß-Alpen und Schutzgebieten. Der bebaubare Talboden ist knapp, was die Bodenpreise seit Jahrzehnten stützt. Die sechs Stadtbezirke sprechen dabei leicht unterschiedliche Käufergruppen an:

  • Markt: Das urbane Zentrum rund um den historischen Marktplatz und den Bahnhof; gefragt bei Paaren, Singles und Anlegern, die kurze Wege und städtische Wohnanlagen schätzen.
  • Hatlerdorf: Der bevölkerungsreichste Stadtteil im Süden mit gewachsener Infrastruktur, Schulen und einer breiten Mischung aus Mehrparteienhäusern und kleineren Wohnanlagen.
  • Oberdorf: Die östlichen Hanglagen Richtung Karren und Zanzenberg; traditionell eine der begehrtesten Wohngegenden mit hohem Anteil an Ein- und Zweifamilienhäusern sowie kleineren Terrassenwohnanlagen.
  • Haselstauden: Der nördliche Bezirk an der Achse Richtung Schwarzach und Bregenzerwald, gut angebunden durch S-Bahn-Haltestelle und Bundesstraße.
  • Rohrbach: Westlich der Bahnlinie gelegen, geprägt von einem dichten Nebeneinander aus modernen Wohnquartieren, Nahversorgern und Gewerbeflächen nahe der A14.
  • Schoren: Ruhigere Wohnlagen südwestlich des Zentrums und entlang der Dornbirner Ach, beliebt bei Familien.

Für Gewerbemieter, Einzelhändler und Projektentwickler, die neben Wohnpreisen auch Passantenfrequenzen, Fahrzeitisochronen und demografische Einzugsgebiete im Rheintal auswerten müssen, bietet CASAFARI über Location Intelligence (Targomo) und den KI-Berater Claro (Dokumentation auf Englisch) detaillierte Standortanalysen.

Welche Regeln gelten beim Kauf in Vorarlberg: Grundverkehr, Nebenkosten, Förderung, Kredit

Der Vorarlberger Immobilienmarkt unterliegt strengen landes- und bundesrechtlichen Leitplanken, die jede Kaufentscheidung unmittelbar beeinflussen.

1. Grundverkehr und ausländische Käufer: In Dornbirn besitzen 12.359 der 52.252 Einwohnerinnen und Einwohner (23,7 %) keine österreichische Staatsbürgerschaft – davon 5.733 Staatsangehörige aus EU-, EFTA-Staaten oder dem Vereinigten Königreich und 6.626 aus Drittstaaten (Statistik Austria, 1. Jänner 2026). Nach dem Vorarlberger Grundverkehrsgesetz im RIS sind Bürgerinnen und Bürger der EU und des EWR beim Immobilienerwerb Inländern gleichgestellt (§ 3 GVG), müssen jedoch die gesetzliche Nutzungserklärung abgeben. Käuferinnen und Käufer aus Drittstaaten (etwa auch aus der benachbarten Schweiz außerhalb spezieller Aufenthaltsrechte) benötigen gemäß § 7 GVG eine grundverkehrsbehördliche Genehmigung, die ein kulturelles, volkswirtschaftliches oder soziales Interesse voraussetzt. Ohne diesen Bescheid darf das Grundbuchsgericht das Eigentum nicht einverleiben.

2. Keine Ferienwohnung ohne Widmung: Das Vorarlberger Raumplanungsgesetz (§ 2 Abs. 3 lit. g sowie § 16 RPG, siehe den Überblick zu den Zweitwohnsitzregelungen der Bundesländer (ÖIZ)) schützt Flächen, die für das ganzjährige Wohnen der Bevölkerung benötigt werden. Eine Nutzung als Ferienwohnung ist ausschließlich in eigens dafür gewidmeten Gebieten zulässig; umgekehrt darf eine gewidmete Ferienwohnung nicht als Hauptwohnsitz zweckentfremdet werden. Dornbirn verfügt im städtischen Wohngebiet über keine nennenswerten Ferienwohnungswidmungen – wer hier kauft, kauft für den Hauptwohnsitz oder zur regulären Vermietung. Allfällige Zweitwohnsitzabgaben sind im Einzelfall direkt bei der Stadtverwaltung Dornbirn zu erfragen.

3. Kaufnebenkosten nach dem 30. Juni 2026: Beim Kauf fallen 3,5 % Grunderwerbsteuer, 1,1 % Eintragungsgebühr ins Grundbuch und bei Hypothekarkrediten 1,2 % für die Pfandrechtseintragung an. Wichtig für alle, die im Herbst 2026 kaufen: Das Ende der Grundbuchgebühren-Befreiung mit 30. Juni 2026 bedeutet, dass die befristete Gebührenbefreiung für dringend benötigte Eigenheime (bis 500.000 € Bemessungsgrundlage) nur für Grundbuchsanträge galt, die vor dem 1. Juli 2026 bei Gericht eingelangt sind. Für aktuelle Käufe sind die vollen 1,1 % bzw. 1,2 % wieder einzukalkulieren.

4. Wohnbauförderung und Kreditvergabe: Das Land Vorarlberg hat die maximale Wohnbauförderung für neu errichtete, selbst genutzte Eigentumswohnungen Anfang Juli 2025 auf 100.000 € halbiert (Sparkasse Dornbirn, ImmoGuide 2026), was den Preisabstand zwischen Neubau und Bestand für Familien spürbar vergrößert hat. Auf der Finanzierungsseite ist die gesetzliche Kreditinstitute-Immobilienfinanzierungsmaßnahmen-Verordnung (KIM-V) am 30. Juni 2025 ausgelaufen und wurde nicht verlängert. Laut den Informationen der FMA zum Auslaufen der KIM-Verordnung gilt seit dem 1. Juli 2025 jedoch das FMA-Rundschreiben zur soliden Wohnkreditvergabe (WIK-Rundschreiben vom 26. Juni 2025): Die bekannten Richtwerte – mindestens 20 % Eigenmittel, maximal 40 % Schuldendienstquote und höchstens 35 Jahre Laufzeit – bestehen als aufsichtliche Erwartung weiter, lassen den Vorarlberger Banken in gut begründeten Einzelfällen aber wieder mehr kaufmännischen Entscheidungsspielraum.

So prüfen Sie die Zahlen selbst: Area Insights, Comparables und die API

Alle Preis- und Mietangaben für Dornbirn in diesem Marktbericht sind vollständig reproduzierbar. Über Location Lookup wird der Ortsname „Dornbirn“ eindeutig der CASAFARI Location-ID 3697712 (Österreich › Vorarlberg › Dornbirn) zugeordnet. Darauf aufbauend liefert Area Insights die Zeitreihen sale_apartment_psqm und rent_apartment_psqm im Quartalsraster – bereinigt um Dubletten und statistische Ausreißer (Abfragestand: 23. Oktober 2026).

Immobilienmaklerinnen, Sachverständige und Finanzierungsabteilungen im Rheintal können diese Zeitreihen direkt in der Webanwendung einsehen und mit Einzelobjekten aus Comparables-Dokumentation (auf Englisch) verknüpfen. Wer eigene Dashboards, Bewertungsmodelle oder Bankenschnittstellen betreibt, findet den technischen Aufbau der Endpunkte in der Area-Insights-Dokumentation für Entwickler (auf Englisch); die Abrechnung der API-Abfragen erfolgt transparent in Tokens. Für Teams, die Markt- und Standortdaten direkt in eigene Sprachmodelle oder automatisierte Analyse-Workflows einbinden möchten, stellt Casafari MCP: dieselben Daten für KI-Agenten eine fertige Schnittstelle bereit.

Ob Sie eine Dreizimmerwohnung im Hatlerdorf bewerten, ein Anlegerportfolio im Rheintal prüfen oder eine Finanzierung unter den neuen FMA-Leitlinien kalkulieren: Ein eigenes Konto und API-Schlüssel auf platform.casafari.com sind in wenigen Minuten eingerichtet, und auf unserer Produktseite zu Area Insights für Dornbirn und jede andere Gemeinde Österreichs können Sie die aktuellen Quartalswerte jederzeit selbst abrufen.

Häufig gestellte Fragen

Was kostet eine Wohnung in Dornbirn pro Quadratmeter?

Im 3. Quartal 2026 liegt der durchschnittliche Angebotspreis für Eigentumswohnungen in Dornbirn bei 5.288,1 €/m² (CASAFARI Area Insights, Ausreißer ausgeschlossen, Stand: 23.10.2026). Eine 75 m² große Wohnung wird damit im Schnitt um rund 396.600 € inseriert. Zum Vergleich: Die tatsächlich im Grundbuch verbücherten Kaufpreise lagen im Bundesland Vorarlberg im Jahr 2025 durchschnittlich bei 5.018 €/m² (RE/MAX ImmoSpiegel 2025), da Angebotspreise aus Inseraten in der Regel über den später beurkundeten Abschlusspreisen liegen.

Sind die Immobilienpreise in Dornbirn 2026 gefallen?

Die Angebotspreise für Eigentumswohnungen in Dornbirn liegen im 3. Quartal 2026 um 2,3 % unter dem Vorjahresquartal (5.411,0 €/m²) und um 4,2 % unter dem 4. Quartal 2023 (5.521,9 €/m²), bewegen sich aber seit drei Jahren stabil im Korridor von rund 5.290 bis 5.590 €/m². Gleichzeitig steigen die transaktionsbasierten Preisindizes für Österreich wieder an (Statistik Austria HPI +5,1 % vorläufig, OeNB +3,6 % im 2. Quartal 2026), und Vorarlberg verzeichnete 2025 mit 2.281 Wohnungsverkäufen ein Plus von 29,6 %. Die leicht weicheren Angebotspreise zeigen daher keinen Preisrutsch, sondern realistischere Preisvorstellungen der Verkäufer.

Wie hoch sind die Mieten in Dornbirn?

Die durchschnittliche Angebotsmiete für Wohnungen in Dornbirn beträgt im 3. Quartal 2026 genau 19,3 €/m² pro Monat (CASAFARI Area Insights). Das entspricht einem Anstieg von 6,6 % gegenüber dem 3. Quartal 2025 (18,1 €/m²) und von 11,6 % seit dem 1. Quartal 2024 (17,3 €/m²). Für eine 70 m² große Mietwohnung ergibt sich daraus eine inserierte monatliche Nettomiete von rund 1.350 €, zu der noch Betriebskosten und 10 % Umsatzsteuer hinzukommen.

Lohnt sich eine Anlegerwohnung in Dornbirn?

Rechnerisch ergibt sich in Dornbirn im 3. Quartal 2026 eine indikative Bruttomietrendite von rund 4,4 % (12 × 19,3 € Jahresmiete geteilt durch 5.288,1 € Angebotspreis), nachdem sie im Vorjahresquartal noch bei 4,0 % lag. Von dieser Bruttogröße müssen Anleger allerdings rund 5,8 % Erwerbsnebenkosten (Steuer und Grundbuch), Vertragserrichtung, Maklerprovision, Instandhaltungsrücklage sowie die laufende Einkommensteuer abziehen. Besonders nachgefragt und gut vermietbar sind laut Sparkasse Dornbirn kompakte Zwei- und Dreizimmerwohnungen im Bestand.

Dürfen Ausländer in Vorarlberg eine Wohnung kaufen?

Staatsangehörige der EU und des EWR sind nach § 3 des Vorarlberger Grundverkehrsgesetzes österreichischen Käufern gleichgestellt, müssen beim Erwerb jedoch eine verbindliche Nutzungserklärung abgeben. Käuferinnen und Käufer aus Drittstaaten (etwa auch aus der Schweiz ohne entsprechenden Aufenthaltsstatus) benötigen gemäß § 7 GVG eine Genehmigung der Grundverkehrsbehörde, ohne die keine Eintragung ins Grundbuch erfolgt. Eine Nutzung als Ferienwohnung ist nach § 16 Vorarlberger Raumplanungsgesetz zudem nur auf eigens dafür gewidmeten Flächen erlaubt, die es im Dornbirner Stadtgebiet praktisch nicht gibt.

Welche Nebenkosten fallen beim Wohnungskauf in Dornbirn an?

Beim Wohnungskauf fallen 3,5 % Grunderwerbsteuer, 1,1 % gerichtliche Eigentumseintragungsgebühr und bei Fremdfinanzierung 1,2 % Pfandrechtseintragungsgebühr an – zusammen bis zu 5,8 % des Kaufpreises, was bei einer Wohnung um 397.000 € rund 23.000 € ausmacht. Hinzu kommen die Kosten für die Vertragserrichtung durch Notar oder Rechtsanwalt sowie gegebenenfalls die Maklerprovision. Die befristete Befreiung von den Grundbuchsgebühren für selbst genutzte Eigenheime galt nur für Anträge bis zum 30. Juni 2026 und ist inzwischen ausgelaufen.