Immobilienmarkt Steyr: Wohnungspreise, Trend und Nebenkosten 2026
Angebotspreise, Trend und Nebenkosten für Eigentumswohnungen in Steyr – mit Daten von CASAFARI Area Insights
Eine Eigentumswohnung in Steyr wird im 3. Quartal 2026 im Schnitt um 2.867,1 €/m² angeboten (CASAFARI Area Insights, Angebotspreise aus indexierten Inseraten, Ausreißer bereinigt, Abfrage 23.10.2026). Das sind 10,5 % weniger als im 3. Quartal 2025 (3.202,1 €/m²) und rund 15 % unter dem oberösterreichischen Median der Kauftransaktionen von 3.373 €/m² (Statistik Austria, 2025). Hinweis: Es handelt sich um Angebotspreise, nicht um Kaufpreise; wegen des kleinen Marktes schwankt der Quartalsschnitt mit dem Angebotsmix.
Wer an einem Samstagnachmittag am Steyrer Stadtplatz steht, auf das gotische Bummerlhaus blickt und wenige Schritte weiter zusieht, wie Enns und Steyr unter dem Schloss Lamberg zusammenfließen, versteht schnell den Reiz dieser Stadt. Oft stehen hier Paare aus dem rund 40 Kilometer entfernten Linz vor den Auslagen der Maklerbüros und rechnen nach: Eine gut geschnittene 70-Quadratmeter-Wohnung ist hier als Rechenbeispiel um rund 200.000 Euro inseriert – ein Betrag, den man aus der Landeshauptstadt für diese Fläche kaum mehr kennt.
Was kostet eine Eigentumswohnung in Steyr pro Quadratmeter?
Im 3. Quartal 2026 liegt der durchschnittliche Angebotspreis für Eigentumswohnungen in der Statutarstadt Steyr bei 2.867,1 €/m². Dieser Wert stammt aus der Gebietsübersicht von CASAFARI Area Insights (Location-ID 3696475, Abfrage vom 23. Oktober 2026) und fasst die ausreißerbereinigten Angebotspreise aller indexierten Verkaufsinserate zusammen.
Betrachtet man den gesamten belastbaren Zeitraum vom 4. Quartal 2023 bis zum 3. Quartal 2026, bewegten sich die Steyrer Angebotspreise in einer Spanne zwischen 2.867,1 €/m² und 3.342 €/m². Im Jahresdurchschnitt lag der Quadratmeterpreis 2024 bei 2.945,5 €/m², stieg 2025 auf 3.058,2 €/m² und hält in den ersten drei Quartalen des Jahres 2026 bei durchschnittlich 2.935,3 €/m².
Für die Praxis bedeutet dieser Schnitt: Eine klassische 70-m²-Eigentumswohnung wird rechnerisch um rund 200.700 Euro angeboten. Dabei ist stets zwischen Angebotspreisen aus Inseraten und den tatsächlich im Grundbuch verbücherten Kaufpreisen zu unterscheiden. Neben dem üblichen Verhandlungsspielraum prägt vor allem der Objektmix das Bild: Während sanierte Altbauwohnungen nahe dem Stadtplatz oder seltene Neubauprojekte deutlich über dem Stadtmittel inseriert werden, drücken Bestandswohnungen der 1960er- bis 1980er-Jahre in Stadtteilen wie Münichholz, Ennsleite oder Tabor den Durchschnitt nach unten.
Sinken die Wohnungspreise in Steyr wirklich?
Auf den ersten Blick wirkt der Rückgang deutlich: Gegenüber dem 3. Quartal 2025 (3.202,1 €/m²) liegt der Angebotspreis im 3. Quartal 2026 um 335,0 €/m² oder 10,5 % niedriger. Verglichen mit dem ersten belastbaren Quartal der Reihe (4. Quartal 2023 mit 3.342 €/m²) beträgt das Minus 14,2 %, während der Preis gegenüber dem unmittelbaren Vorquartal (2. Quartal 2026 mit 2.893,8 €/m²) um lediglich 0,9 % nachgab.
Ein Blick auf den genauen Verlauf zeigt jedoch, warum hier kein Preissturz stattfindet. Nach dem Wert von 3.342 €/m² Ende 2023 sanken die Angebotspreise bis zum 4. Quartal 2024 auf 2.868,1 €/m², zogen im Laufe des Jahres 2025 bis auf 3.202,1 €/m² im 3. Quartal an und kehrten bis zum 3. Quartal 2026 wieder exakt auf das Niveau von Ende 2024 zurück. (Ein technischer Hinweis zur Datenreihe: Der in den ersten drei Quartalen 2023 wiederholte Wert von 3.142,5 €/m² spiegelt keine Marktbewegung wider, sondern lückenhafte Abdeckung vor dem 4. Quartal 2023.)
Die ehrliche Lesart dieser Kurve liegt in der Marktgröße begründet. Steyr hat ein überschaubares Inseratevolumen; kommen in einzelnen Quartalen wie im Sommer 2025 einige höherpreisige Neubau- oder Dachgeschoßwohnungen auf den Markt, hebt das den Quartalsschnitt spürbar an. Glättet man diese Schwankungen über die Jahresdurchschnitte (2024: 2.945,5 €/m²; 2025: 3.058,2 €/m²; 2026 bisher: 2.935,3 €/m²), zeigt sich seit drei Jahren eine bemerkenswerte Seitwärtsbewegung.
Damit koppelt sich Steyr bei den Angebotspreisen von den allgemeinen Trends auf dem Wohnungsmarkt in Österreich ab: Laut dem transaktionsbasierten Häuserpreisindex der Statistik Austria für das 2. Quartal 2026 (veröffentlicht am 23. September 2026) stiegen die Preise österreichweit im Jahresvergleich vorläufig um 5,1 % auf einen Indexwert von 105,00 (Basis 2025) und erreichten damit ein neues Allzeithoch über dem Spitzenwert aus dem 3. Quartal 2022.
Wie günstig ist Steyr im Vergleich zu Oberösterreich und Linz?
Setzt man das Steyrer Preisniveau in den regionalen Kontext, wird der Preisvorteil der Industriestadt greifbar. Laut der Auswertung Statistik Austria, Immobilien-Durchschnittspreise 2025 (veröffentlicht am 28. Mai 2026) lag der Medianpreis tatsächlich verbücherter Wohnungskäufe in Oberösterreich im Jahr 2025 bei 3.373 €/m² (nach 3.200 €/m² im Jahr 2024 und dem Höchstwert von 3.508 €/m² im Jahr 2022). Österreichweit betrug der Transaktionsmedian für Eigentumswohnungen 4.162 €/m². Für Häuser wies Statistik Austria 2025 einen Median von 2.905 €/m² Wohnfläche in Oberösterreich und 2.836 €/m² in Österreich aus.
| Region / Markt | Kennzahl und Datenbasis | Preis pro m² | Zeitraum und Quelle |
|---|---|---|---|
| Steyr (Statutarstadt) | Durchschnittlicher Angebotspreis (Eigentumswohnungen) | 2.867,1 €/m² | Q3 2026, CASAFARI Area Insights |
| Oberösterreich | Median Transaktionspreis (Eigentumswohnungen) | 3.373 €/m² | Jahr 2025, Statistik Austria |
| Österreich | Median Transaktionspreis (Eigentumswohnungen) | 4.162 €/m² | Jahr 2025, Statistik Austria |
| Oberösterreich (Häuser) | Median Transaktionspreis (Häuser pro m² Wohnfläche) | 2.905 €/m² | Jahr 2025, Statistik Austria |
Obwohl Angebotspreise aus Inseraten und Transaktionsmediane aus dem Grundbuch methodisch unterschiedliche Bemessungsgrundlagen haben, gibt die Gegenüberstellung eine klare Größenordnung vor: Steyr liegt bei den Wohnungsangebotspreisen rund 15 % unter dem oberösterreichischen und rund 30 % unter dem bundesweiten Kaufpreismedian. Auch gegenüber dem rund 40 Kilometer nördlich gelegenen Zentralraum Linz bietet Steyr für Pendlerinnen und Pendler einen deutlich niedrigeren Einstiegspreis.
Dass Käuferinnen und Käufer diese Preise in Oberösterreich wieder aktiv nutzen, belegt der RE/MAX ImmoSpiegel 2025 zum Eigentumswohnungsmarkt (veröffentlicht am 1. April 2026 auf Basis von IMMOunited-Grundbuchdaten): Im Jahr 2025 wurden in Oberösterreich 5.077 Wohnungskaufverträge verbüchert – ein Plus von 21,0 % gegenüber 2024 bei einem Transaktionswert von 1,3 Mrd. Euro (+24,9 %) und einem Durchschnittspreis je Wohnung von 237.248 Euro (+2,3 %). Österreichweit stiegen die Wohnungsverbücherungen um 21,7 % auf 40.576 Einheiten (wovon 26,2 % auf Bauträger-Neubauten entfielen), blieben damit aber noch um 6.243 Abschlüsse unter dem Zehnjahresschnitt. Der Zinsrückgang seit 2024 und das Auslaufen der strengen Kreditvergaberichtlinien (KIM-Verordnung) Mitte 2025 haben die Finanzierung für Eigennutzer spürbar erleichtert.
Wer kauft in Steyr – und warum?
Steyr ist ein klassischer Hauptwohnsitzmarkt. Die Nachfrage wird vor allem von Beschäftigten des lokalen Industrie- und Technologieclusters getragen – allen voran das Motorenwerk der BMW Group in Steyr sowie Leitbetriebe wie Steyr Automotive, SKF und ZF. Hinzu kommen Familien und Umsteiger aus dem umliegenden Bezirk Steyr-Land sowie Haushalte aus dem Linzer Umland, die eine gewachsene Stadt mit voller Infrastruktur zu leistbaren Konditionen suchen.
Demografisch ruht der Markt auf einem stabilen Fundament ohne Zuzugsboom: Laut der Bevölkerungsstatistik von Steyr nach Statistik Austria zählte die Statutarstadt am 1. Jänner 2026 exakt 37.898 Einwohnerinnen und Einwohner – nahezu unverändert gegenüber der Registerzählung 2021 (37.867) und leicht unter dem Wert von 2011 (38.205). Davon waren zu Jahresbeginn 2026 genau 5.932 Personen unter 18 Jahre alt, 23.139 im erwerbsfähigen Alter von 18 bis 64 Jahren und 8.827 Personen 65 Jahre oder älter. Marktbewegung entsteht daher primär durch Haushaltsgründungen und den Generationenwechsel, durch den laufend Bestands- und Erbimmobilien auf den Markt kommen.
Wer als Eigentümerin oder Eigentümer eine geerbte Wohnung übernimmt oder einen Verkauf plant, kann über eine Online-Immobilienbewertung für eine Wohnung in Steyr eine erste Orientierung gewinnen. Auch für private Kleinanleger, die eine oder zwei Vorsorgewohnungen zur Vermietung suchen, ist der niedrige Einstiegspreis interessant; da für Steyr in dieser Auswertung keine separate Mietpreisreihe vorliegt, empfiehlt sich vorab ein genauer Blick auf konkrete Vergleichsobjekte über Bewertungen, Comparables und Marktstudie. Zweitwohnsitze oder internationale Ferienhauskäufer spielen keine nennenswerte Rolle.
Welche Nebenkosten und Regeln gelten beim Wohnungskauf in Steyr?
Wer in Steyr eine Eigentumswohnung erwirbt, muss neben dem Kaufpreis die bundesweit einheitlichen Kaufnebenkosten sowie ein wichtiges Stichtagsdatum aus dem Sommer 2026 einkalkulieren:
- Grunderwerbsteuer: Beim entgeltlichen Erwerb unter Fremden fallen regulär 3,5 % der Gegenleistung an, wie die Übersicht zur Grunderwerbsteuer beim Bundesministerium für Finanzen (Stand 2026) ausweist.
- Grundbucheintragungs- und Pfandrechtsgebühr: Für die Eintragung des Eigentumsrechts beim Grundbuchsgericht (Bezirksgericht Steyr) sind 1,1 % des Kaufpreises zu entrichten, für die Eintragung eines Pfandrechts zur Kreditbesicherung 1,2 % des Pfandrechtsbetrags. Wichtig für Ihre Kalkulation: Das Ende der Gebührenbefreiung nach § 25a GGG für dringende Wohnbedürfnisse (Hauptwohnsitze bis 500.000 Euro Bemessungsgrundlage) trat mit Ablauf des 30. Juni 2026 ein. Für alle Grundbuchsanträge, die seit dem 1. Juli 2026 bei Gericht einlangen, fallen die 1,1 % und 1,2 % wieder in voller Höhe an. Bei einer Wohnung um 200.000 Euro bedeutet das 7.000 Euro Grunderwerbsteuer und 2.200 Euro Eintragungsgebühr (zuzüglich allfälliger Pfandrechtsgebühr).
- Maklerprovision: Anders als bei der Wohnungsmiete gilt beim Immobilienkauf in Österreich kein Bestellerprinzip. Laut den Provisionshöchstsätzen laut Immobilienmaklerverordnung (ÖVI) (Stand 2026, § 15 Abs. 2 IMV) beträgt die Höchstprovision bei einem Kaufpreis über 48.448,51 Euro maximal 3 % des Kaufpreises zuzüglich 20 % USt (somit 3,6 % brutto) je Auftraggeber.
- Vertragserrichtung und Treuhand: Die Kosten für Notar oder Rechtsanwalt werden frei vereinbart.
- Grundverkehr: Nach den Bestimmungen zum Ausländergrundverkehr beim Land Oberösterreich (Oö. Grundverkehrsgesetz 1994, Stand 2026) sind Bürgerinnen und Bürger der EU sowie des EWR österreichischen Staatsangehörigen gleichgestellt. Drittstaatsangehörige benötigen vor der Verbücherung zwingend eine Genehmigung der Bezirksgrundverkehrskommission.
Ein praktischer Hinweis für Käuferinnen und Käufer von Bestandswohnungen aus den Nachkriegsjahrzehnten: Da der Baupreisindex für den Wohnhaus- und Siedlungsbau laut Statistik Austria im 2. Quartal 2026 um 3,6 % gegenüber dem Vorjahresquartal gestiegen ist (Index 103,7, veröffentlicht am 10. August 2026), sollten der Stand der Reparaturrücklage, anstehende thermische Sanierungen und der Energieausweis vor dem Kaufvertrag sorgfältig geprüft werden.
Wie prüft man die Zahlen für Steyr selbst nach?
Alle hier genannten Marktdaten für Steyr lassen sich mit wenigen Klicks selbst nachvollziehen und für einzelne Lagen verfeinern. In der Konsole löst Location Lookup den Ortsnamen „Steyr“ auf die eindeutige Location-ID 3696475 auf. Darüber ruft Area Insights die ausreißerbereinigte Quartalsreihe für Eigentumswohnungen (sale_apartment_psqm) ab; Sie können die Steyr-Abfrage in der CASAFARI-Konsole selbst ausführen, um aktuelle Bewegungen zu verfolgen.
Um vom städtischen Durchschnittspreis auf den Marktwert einer konkreten Wohnung in der Altstadt, am Tabor oder in Münichholz zu schließen, kombinieren Makler, Sachverständige und Anleger die Immobiliensuche mit allen Angeboten in Steyr (Property Sourcing) mit historischen Vergleichsobjekten aus Comparables. Wer eigene Analysen oder Bewertungsmodelle automatisiert betreiben möchte, findet die technischen Schnittstellen für Area Insights in der API-Dokumentation (auf Englisch) sowie für Comparables und Bewertung in der API-Dokumentation (auf Englisch); die Abrechnung der Abfragen über API oder Casafari MCP erfolgt transparent in Tokens.
Was die CASAFARI-Reihe für Steyr bewusst nicht abbildet, sind verbücherte Kaufpreise aus dem Grundbuch sowie separate Zeitreihen für Einfamilienhäuser oder Mieten in der Stadt. Wer amtliche Transaktionsmediane auf Bezirksebene ergänzen möchte, zieht dazu am besten den STATatlas der Statistik Austria heran – und nutzt die Gebietsübersicht von CASAFARI Area Insights, um das aktuelle Angebot in Steyr und jeder anderen Gemeinde Österreichs laufend im Blick zu behalten.
Häufig gestellte Fragen
Was kostet eine Eigentumswohnung in Steyr pro Quadratmeter?
Im 3. Quartal 2026 liegt der durchschnittliche Angebotspreis für eine Eigentumswohnung in Steyr bei 2.867,1 €/m² (CASAFARI Area Insights, Location-ID 3696475, Ausreißer bereinigt, Abfrage vom 23. Oktober 2026). Für eine 70-m²-Wohnung entspricht dies rechnerisch einem inserierten Preis von rund 200.000 Euro. Da es sich um Angebotspreise handelt, liegen die tatsächlich verbücherten Kaufpreise erfahrungsgemäß etwas darunter, wobei Altstadtlagen und Neubauten deutlich über dem Schnitt und Bestandswohnungen der Nachkriegsjahrzehnte darunter gehandelt werden.
Sinken die Immobilienpreise in Steyr?
Im Vorjahresvergleich sanken die Angebotspreise für Eigentumswohnungen in Steyr im 3. Quartal 2026 zwar um 10,5 % gegenüber dem 3. Quartal 2025 (3.202,1 €/m²). Betrachtet man jedoch die Jahresdurchschnitte aus CASAFARI Area Insights – 2.945,5 €/m² im Jahr 2024, 3.058,2 €/m² im Jahr 2025 und 2.935,3 €/m² in den ersten drei Quartalen 2026 –, zeigt sich eine stabile Seitwärtsbewegung. In einem kleinen Markt wie Steyr reichen wenige hochpreisige Inserate in einem Quartal aus, um den Schnitt kurzfristig zu heben, während österreichweit der Häuserpreisindex der Statistik Austria im 2. Quartal 2026 um 5,1 % auf ein neues Allzeithoch stieg.
Ist Steyr günstiger als Linz und der Rest von Oberösterreich?
Ja, Steyr bietet im regionalen Vergleich einen deutlichen Preisvorteil. Während der Median der verbücherten Wohnungskäufe laut Statistik Austria im Jahr 2025 in Oberösterreich bei 3.373 €/m² und österreichweit bei 4.162 €/m² lag, bewegt sich der Steyrer Angebotspreis im 3. Quartal 2026 mit 2.867,1 €/m² rund 15 % unter dem Landes- und rund 30 % unter dem Bundeswert. Auch wenn Angebots- und Transaktionspreise methodisch nicht eins zu eins gleichzusetzen sind, weichen viele Haushalte aus dem rund 40 Kilometer entfernten Raum Linz wegen der günstigeren Einstiegspreise nach Steyr aus.
Welche Nebenkosten fallen beim Wohnungskauf in Steyr an?
Beim Wohnungskauf fallen 3,5 % Grunderwerbsteuer (BMF), 1,1 % Grundbucheintragungsgebühr, bei Fremdfinanzierung 1,2 % Pfandrechtseintragungsgebühr sowie Kosten für Vertragserrichtung und eine allfällige Maklerprovision von bis zu 3 % zuzüglich 20 % USt je Seite (§ 15 Abs. 2 IMV) an. Wichtig für Käuferinnen und Käufer: Die befristete Gebührenbefreiung nach § 25a GGG für Hauptwohnsitze bis 500.000 Euro ist am 30. Juni 2026 ausgelaufen, sodass seit 1. Juli 2026 wieder die vollen Grundbuchsgebühren zu zahlen sind. Bei einem Kaufpreis von 200.000 Euro betragen allein Grunderwerbsteuer und Eigentumseintragung zusammen 9.200 Euro.
Dürfen Ausländer in Steyr eine Wohnung kaufen?
Staatsangehörige der Europäischen Union und des Europäischen Wirtschaftsraums sind nach dem Oö. Grundverkehrsgesetz 1994 österreichischen Käuferinnen und Käufern gleichgestellt und benötigen für den Erwerb einer Wohnung in Steyr keine Genehmigung. Angehörige von Drittstaaten müssen vor der Eintragung ins Grundbuch eine Genehmigung der zuständigen Bezirksgrundverkehrskommission einholen (Quelle: Land Oberösterreich). Da Steyr eine Industriestadt und kein Tourismusort ist, spielen Sonderregeln für Freizeitwohnsitze in Vorbehaltsgemeinden im Steyrer Marktalltag keine Rolle.
Lohnt sich eine Vorsorgewohnung in Steyr?
Steyr punktet bei privaten Kleinanlegern mit einem niedrigen Einstiegspreis von durchschnittlich 2.867,1 €/m² (Q3 2026) und einer verlässlichen Nachfrage durch große industrielle Arbeitgeber wie das BMW-Motorenwerk. Dem stehen eine stagnierende Einwohnerzahl (37.898 Personen am 1. Jänner 2026 laut Statistik Austria) und ein hoher Anteil älterer Bausubstanz mit steigenden Sanierungskosten (Baupreisindex Wohnhausbau +3,6 % im Q2 2026) gegenüber. Da in dieser Auswertung keine separate Mietpreisreihe für Steyr vorliegt, sollten Anleger vor dem Kauf konkrete Vergleichsobjekte und erzielbare Mieten über CASAFARI Comparables und die Online-Immobilienbewertung prüfen.