Immobilienmarkt Biel/Bienne: Preise, Mieten und Rendite 2026
Angebotspreise, Mieten und Regeln für Käufer und Anleger in der zweisprachigen Uhrenstadt – mit CASAFARI Area Insights.
Im 3. Quartal 2026 lag der durchschnittliche Angebotspreis für Eigentumswohnungen in Biel/Bienne laut CASAFARI Area Insights bei 7'131.7 €/m² (Angebotspreise aus indexierten Inseraten ohne Ausreisser, in Euro umgerechnet; der Markt handelt in Franken). Die Angebotsmiete betrug 23.7 €/m² und Monat, was einer indikativen Bruttorendite von rund 4.0 % entspricht. Gegenüber Q3 2025 (8'349.4 €/m²) sind das −14.6 %, gegenüber Q2 2025 −5.4 %; die Reihe umfasst erst sechs Quartale mit echten Daten und schwankt stark. Biel ist für Schweizer Verhältnisse günstig, zweisprachig und zählt 58'522 Einwohner (Stand 31.12.2025).
Wer am Bahnhof Biel aus dem Zug aus Bern steigt – knapp dreissig Minuten Fahrt durch das Seeland –, steht vor zwei sehr unterschiedlichen Immobilienwelten. Ein paar hundert Meter nördlich beginnen am Jurasüdfuss die Hanglagen von Rebberg und Beaumont, wo Familien aus dem Raum Bern bezahlbares Stockwerkeigentum mit Blick auf den Bielersee und die Petersinsel suchen. Südlich und östlich der Gleise, in Madretsch, Mett und Bözingen, reihen sich die Mehrfamilienhäuser der Nachkriegsjahrzehnte aneinander, in denen private Anleger und Pensionskassen noch Bruttorenditen um vier Prozent vorfinden.
Was kosten Eigentumswohnungen in Biel/Bienne aktuell?
Im 3. Quartal 2026 lag der mittlere Angebotspreis für Eigentumswohnungen in der Stadt Biel/Bienne (Location-ID 3683418) bei 7'131.7 €/m², abgefragt am 23. Oktober 2026 über CASAFARI Area Insights. Seit dem Beginn der verlässlichen Datenreihe im 2. Quartal 2025 (7'537.2 €/m²) bewegte sich der Quartalsdurchschnitt zwischen einem Hoch von 8'349.4 €/m² im 3. Quartal 2025 und einem Tief von 7'025.2 €/m² im 1. Quartal 2026. Nach 7'503.4 €/m² im 4. Quartal 2025 und 7'364.9 €/m² im 2. Quartal 2026 ergibt sich auf Jahressicht ein rechnerisches Minus von 14.6 % und über die gesamten sechs Quartale ein Rückgang von 5.4 %.
Diese Veränderung von −14.6 % ist kein Preissturz, sondern ein Basiseffekt gegenüber dem Ausreisserquartal im Sommer 2025. In einer mittelgrossen Stadt mit begrenztem Verkaufsangebot reichen wenige hochpreisige Neubau- oder Seeufer-Inserate aus, um den Quartalsschnitt um zehn Prozent nach oben oder unten zu verschieben; hinzu kommt die Umrechnung der in Schweizer Franken ausgeschriebenen Inserate in Euro. Zum Vergleich zeigt der BFS Wohnimmobilienpreisindex IMPI vom 2. Quartal 2026 auf Basis tatsächlicher Transaktionen schweizweit einen Stand von 127.7 Punkten (Q4 2019 = 100), was einem Zuwachs von 0.7 % zum Vorquartal und 3.5 % zum Vorjahr entspricht (Eigentumswohnungen +1.6 %, Einfamilienhäuser −0.4 % zum Vorquartal).
Für Käuferinnen und Käufer aus der Deutschschweiz bleibt die zentrale Einordnung bestehen: Biel bewegt sich auf einem deutlich günstigeren Preisniveau als Bern, Zürich, Basel, Lausanne oder Genf. Genau dieser Abstand macht die Stadt für Pendlerhaushalte und Bestandshalter interessant, die in den grossen Zentren kaum noch Objekte mit auskömmlicher Rechnung finden. Wer die laufende Entwicklung selbst nachverfolgen möchte, findet die Grundlagen in unserer Gebietsübersicht mit Area Insights für Biel/Bienne.
Wo liegt Biel, und welche Quartiere sollte man kennen?
Biel liegt am Nordostende des Bielersees direkt am Jurasüdfuss und bildet die grösste zweisprachige Stadt der Schweiz unmittelbar auf der Sprachgrenze zwischen Deutschschweiz und Romandie. Als Eisenbahnknotenpunkt bietet die Stadt Direktverbindungen nach Bern (rund 30 Minuten), Neuenburg, Solothurn, Basel und Zürich sowie Anschlüsse an die Autobahnen A5 und A16; zwei Standseilbahnen erschliessen Magglingen und Leubringen (Evilard), während der Flughafen Bern-Belp rund 40 Kilometer entfernt liegt. Laut den offiziellen Kennzahlen der Stadt Biel/Bienne sprachen am 31. Dezember 2025 genau 55.2 % der Bevölkerung Deutsch und 44.8 % Französisch, was den Wohnungsmarkt für Erwerbstätige aus beiden Sprachräumen öffnet.
Wirtschaftlich wird die Stadt von der Uhren- und Präzisionsindustrie getragen: Die Swatch Group hat hier ihren Hauptsitz, Omega, Rolex und Tissot unterhalten grosse Produktions- und Entwicklungsstandorte, ergänzt durch ein dichtes Netz an Zulieferern und Medtech-Betrieben. Unmittelbar beim Bahnhof bündelt der Switzerland Innovation Park Biel/Bienne angewandte Forschung, während oberhalb der Stadt die Eidgenössische Hochschule für Sport Magglingen als Bundesstandort wirkt. Diese Mischung sorgt für eine stetige Nachfrage nach Miet- und Eigentumswohnungen durch Fachkräfte, die urbane Infrastruktur und kurze Arbeitswege schätzen.
Im Stadtgebiet trennen sich die Teilmärkte klar nach Nutzung und Bautyp:
- Eigennutzer- und Hanglagen: Die Quartiere Rebberg, Vingelz, Beaumont und Linde sowie die Abschnitte am Seeufer um den Strandboden und das angrenzende Nidau sind geprägt von Stockwerkeigentum, kleineren Wohnhäusern und unverbaubarer Seesicht.
- Innenstadt und Moderne: Rund um das Bahnhofquartier und die Neustadt finden sich einheitlich geplante Strassenzüge der «Bieler Moderne» aus den 1920er- und 1930er-Jahren, deren sanierte Altbauwohnungen bei Paaren und Kulturschaffenden gefragt sind.
- Anleger- und Entwicklungsquartiere: In Madretsch, Mett und Bözingen überwiegen Mehrfamilienhäuser der Nachkriegszeit mit regelmässigem Mieterwechsel, während auf der Gurzelen, der Esplanade, im Bahnhofsumfeld und beim früheren Agglolac-Perimeter in Nidau Neubau- und Stadtentwicklungsprojekte das Gespräch bestimmen.
Wie entwickeln sich die Mieten, und welche Rendite bleibt übrig?
Weil Biel traditionell eine ausgeprägte Mieterstadt ist, schauen Bestandeshalter und Bewertungsexperten zuerst auf die Angebotsmieten. Laut CASAFARI Area Insights lag die durchschnittliche Angebotsmiete für Wohnungen im 3. Quartal 2026 bei 23.7 €/m² und Monat. Im Verlauf der sechs ausgewerteten Quartale bewegte sich der Wert von 24.8 €/m² (Q2 2025) über 27.5 €/m² (Q3 2025), 23.5 €/m² (Q4 2025), 25.9 €/m² (Q1 2026) und 24.6 €/m² (Q2 2026) zum aktuellen Stand; das entspricht einem Rückgang von 13.8 % gegenüber dem Vorjahresquartal und von 4.4 % seit dem 2. Quartal 2025.
Setzt man die Jahresmiete ins Verhältnis zum durchschnittlichen Angebotspreis der Eigentumswohnungen (12 × 23.7 ÷ 7'131.7), ergibt sich für das 3. Quartal 2026 eine indikative Bruttorendite von 4.0 %. Bemerkenswert ist die Stabilität dieser Kennzahl über die gesamte Messperiode: Trotz der deutlichen Ausschläge in den beiden Einzelreihen lag die Bruttorendite in jedem einzelnen Quartal zwischen 3.8 % (Q4 2025) und 4.4 % (Q1 2026), nach jeweils 3.9 % in Q2 und Q3 2025 sowie 4.0 % im 2. Quartal 2026. Für Anlegerinnen und Anleger, die etwa über alle Inserate in Biel in einer Suche nach Renditeliegenschaften suchen, ist diese enge Bandbreite um vier Prozent die verlässlichere Orientierungsgrösse als der einzelne Quartalspreis.
| Quartal | Angebotspreis Kauf (€/m²) | Angebotsmiete (€/m²/Monat) | Indikative Bruttorendite |
|---|---|---|---|
| Q2 2025 | 7'537.2 | 24.8 | 3.9 % |
| Q3 2025 | 8'349.4 | 27.5 | 3.9 % |
| Q4 2025 | 7'503.4 | 23.5 | 3.8 % |
| Q1 2026 | 7'025.2 | 25.9 | 4.4 % |
| Q2 2026 | 7'364.9 | 24.6 | 4.0 % |
| Q3 2026 | 7'131.7 | 23.7 | 4.0 % |
In der praktischen Kalkulation ist diese Zahl ein Bruttowert auf Basis von Inseraten: Nicht abgezogen sind Leerstandsrisiken, Verwaltungshonorare, laufender Unterhalt, Einlagen in den Erneuerungsfonds bei Stockwerkeigentum sowie die Finanzierungskosten. Zudem unterliegen Bestandsmieten dem schweizerischen Mietrecht (Art. 253 ff. OR) und der Koppelung an den hypothekarischen Referenzzinssatz. Während die landesweite Leerwohnungsziffer gemäss der BFS Leerwohnungszählung 2025 am 1. Juni 2025 zum fünften Mal in Folge auf 1.00 % (48'455 Wohnungen, Vorjahr 1.08 %) sank, wies Biel historisch einen höheren Puffer auf: Laut der Wohnraumanalyse der Stadt Biel 2020 lag die städtische Leerwohnungsziffer am 1. Juni 2020 bei 2.76 % (866 leere Wohnungen; Schnitt 2017–2019: 2.22 %).
Wer den Mietzins oder Kaufpreis einer konkreten Liegenschaft in Mett oder am Rebberg verhandelt, sollte sich daher nicht allein auf den Stadtschnitt stützen. Eine präzise Einordnung auf Strassenebene gelingt über eine objektbezogene Bewertung mit Comparables und Marktstudie sowie den Blick auf die landesweiten Trends auf dem Schweizer Wohnungsmarkt.
Wer zieht nach Biel, und warum wächst die Nachfrage?
Hinter der regen Nachfrage auf dem Miet- und Kaufmarkt steht ein deutliches demografisches Wachstum. Am 31. Dezember 2025 zählte das städtische Register 58'522 Einwohnerinnen und Einwohner – ein Stand, den Biel seit den Strukturbrüchen der Uhrenkrise in den 1970er-Jahren nicht mehr erreicht hatte. Bereits im Jahr zuvor war die Bevölkerung laut der Medienmitteilung der Stadt Biel zum Bevölkerungsstand Ende 2024 von 57'389 (Ende 2023) auf 58'158 Personen gewachsen, was mit +1.34 % einem der stärksten Jahreszuwächse seit zwei Jahrzehnten entsprach.
Der Zuzug ist international geprägt und zugleich lokal verankert: Ende 2024 besassen 35.3 % der Einwohnerinnen und Einwohner eine ausländische Staatsangehörigkeit aus insgesamt 152 Nationen. Den grössten Anteil stellen langjährig ansässige italienische, portugiesische, französische und deutsche Haushalte, die zunächst als Mieter in der Stadt leben und mit steigendem Einkommen zunehmend Stockwerkeigentum im Seeland erwerben. Hinzu kommen Haushalte aus dem Raum Bern, die wegen der hohen Kaufpreise in der Bundesstadt nach Biel ausweichen.
Im Gegensatz zu alpinen Destinationen ist Biel ein reiner Erstwohnungs- und Arbeitsmarkt. Die regionale Nachfrage nach Ferien- und Freizeitwohnungen konzentriert sich auf die Rebbaugemeinden am nördlichen Seeufer wie Twann, Ligerz und La Neuveville, während Käuferinnen und Käufer in Biel die seltene Verbindung aus bezahlbarem Wohnraum, Naherholung am See und direktem SBB-Taktfahrplan suchen.
Welche Regeln gelten beim Kauf in Biel: Handänderungssteuer, Lex Koller, Finanzierung?
Beim Erwerb einer Liegenschaft in Biel greift das kantonale Steuer- und Grundbuchrecht von Bern. Gemäss dem Handänderungssteuergesetz des Kantons Bern (BELEX) (BSG 215.326.2, Fassung vom 1. April 2023) beträgt die Handänderungssteuer 1.8 % des Kaufpreises und ist durch die Käuferschaft über das Grundbuchamt zu entrichten. Für Käufer eines selbstbewohnten Hauptwohnsitzes sieht das Gesetz (Art. 11 und 11a–11c HStG) eine spürbare Entlastung vor: Auf den ersten CHF 800'000 des Kaufpreises wird die Steuer aufgeschoben und komplett erlassen, sofern die Käuferschaft die Liegenschaft innert eines Jahres bezieht und während zweier Jahre ununterbrochen selbst bewohnt.
Ein Rechenbeispiel in Franken verdeutlicht den Unterschied zwischen Eigennutzung und Kapitalanlage:
- Eigentumswohnung als Hauptwohnsitz für CHF 700'000: Da der gesamte Kaufpreis unter dem Freibetrag von CHF 800'000 liegt, wird die reguläre Steuer von CHF 12'600 beim Grundbucheintrag aufgeschoben und nach zwei Jahren ununterbrochener Eigennutzung vollständig erlassen.
- Mehrfamilienhaus als Anlageobjekt für CHF 2'000'000: Hier greift keine Befreiung; beim Eigentumsübergang wird die volle Handänderungssteuer von 1.8 %, also CHF 36'000, zuzüglich Notariats- und Grundbuchgebühren fällig.
Für ausländische Staatsangehörige regelt das Bundesgesetz über den Erwerb von Grundstücken durch Personen im Ausland (Lex Koller) den Marktzugang. Wie die Regierungsstatthalterämter des Kantons Bern zur Lex Koller festhalten, dürfen Personen, die rechtmässig und tatsächlich in der Schweiz wohnen – namentlich EU/EFTA-Bürger mit B- oder C-Bewilligung sowie Angehörige von Drittstaaten mit Niederlassungsbewilligung C –, am Wohnort eine Wohnung oder ein Haus als Hauptwohnsitz bewilligungsfrei erwerben, sofern sie das Objekt selbst bewohnen und nicht vermieten. Reine Wohn-Renditeobjekte bleiben für Personen im Ausland verschlossen; zuständige Bewilligungsbehörde im Kanton ist das Regierungsstatthalteramt Biel/Bienne. Zu beachten ist die laufende Gesetzgebung: Am 15. April 2026 eröffnete der Bundesrat die Vernehmlassung zur Verschärfung der Lex Koller, wonach künftig auch der Kauf eines Hauptwohnsitzes durch Drittstaatsangehörige bewilligungspflichtig werden soll; im Oktober 2026 war diese Vorlage noch nicht in Kraft.
Bei den laufenden Steuern steht zudem ein Systemwechsel fest: Nach dem Ja in der Volksabstimmung vom 28. September 2025 (57.7 % Ja-Stimmen) hat der Bundesrat am 1. April 2026 laut Mitteilung der ESTV die Abschaffung des Eigenmietwerts per 1. Januar 2029 beschlossen. Bis Ende 2028 gelten die bisherigen Regeln weiter, sodass Käufer einer sanierungsbedürftigen Altbauwohnung in Biel werterhaltende Unterhaltsarbeiten noch in den Steuerperioden bis 2028 vom steuerbaren Einkommen abziehen können. Ab 2029 entfallen bei selbstgenutztem Wohneigentum sowohl der Eigenmietwert als auch der Unterhaltsabzug, während bei vermieteten Liegenschaften die Unterhaltskosten weiterhin abzugsfähig bleiben.
Wie liest man die CASAFARI-Zahlen zu Biel richtig?
Um aus den Marktdaten verlässliche Schlüsse für einen Kauf oder Verkauf zu ziehen, lohnt sich ein Blick auf die Methodik hinter den Zahlen. CASAFARI Area Insights wertet für die Location-ID 3683418 (Biel/Bienne, Stadt) sämtliche erfassten Immobilieninserate aus, bereinigt Dubletten sowie statistische Ausreisser und weist den Durchschnitt der Angebotspreise in Euro aus. Zwischen dem 1. Quartal 2023 und dem 1. Quartal 2025 verharrte die Verkaufsreihe mangels neuer Daten unverändert bei 6'821.8 €/m² (und die Mietreihe von Q1 2024 bis Q1 2025 bei 21.9 €/m²); diese früheren Quartale spiegeln keine Preisstabilität wider und werden in unseren Auswertungen bewusst ausgeblendet.
Für die tägliche Arbeit von Maklerinnen, Bewertern und Eigentümern eignet sich der Quartalsschnitt als rascher Massstab, um das geforderte Preisniveau eines Objekts und die daraus resultierende Bruttorendite einzuordnen. Wer vor einem Verkauf steht, erhält über die Online-Immobilienbewertung eine erste Indikation auf Objektbasis.
Entwicklerteams, institutionelle Investoren und Analysten können dieselben Zeitreihen direkt in ihre eigenen Modelle einbinden. Die zugrunde liegenden Endpunkte sind in der Area-Insights-Dokumentation auf developers.casafari.com (auf Englisch) sowie in der Comparables-Dokumentation für Entwickler (auf Englisch) beschrieben; für die direkte Anbindung von Sprachmodellen und automatisierten Workflows steht zudem Casafari MCP für KI-Agenten bereit, wobei Abfragen über das Kontingent an Tokens abgerechnet werden. Einen eigenen Zugang für API, MCP oder die Web-Plattform können Sie jederzeit über ein Konto auf platform.casafari.com anlegen.
Ob Sie eine Eigentumswohnung am Rebberg prüfen oder ein Mehrfamilienhaus in Madretsch durchrechnen: Biel verbindet im Jahr 2026 moderate Einstiegspreise mit einer stabilen Mietnachfrage und klaren kantonalen Spielregeln. Wenn Sie Ihre nächste Kauf- oder Preisentscheidung mit tagesaktuellen Marktdaten absichern möchten, werfen Sie einen Blick in unsere Gebietsübersicht mit Area Insights für Biel/Bienne oder erstellen Sie direkt eine objektgenaue Bewertung mit Comparables und Marktstudie.
Häufig gestellte Fragen
Was kostet eine Eigentumswohnung in Biel pro Quadratmeter?
Im 3. Quartal 2026 lag der durchschnittliche Angebotspreis für Eigentumswohnungen in Biel/Bienne laut CASAFARI Area Insights (Location-ID 3683418) bei 7'131.7 €/m². Es handelt sich um bereinigte Angebotspreise aus Inseraten in Euro, während der lokale Markt in Schweizer Franken abrechnet. In den letzten sechs Quartalen bewegte sich der Schnitt zwischen 7'025.2 und 8'349.4 €/m², wobei Lage (Seeufer und Rebberg gegenüber Madretsch oder Mett) und Baujahr den Preis des Einzelobjekts bestimmen.
Sind die Immobilienpreise in Biel 2026 gesunken?
Auf den ersten Blick liegt der Angebotspreis im 3. Quartal 2026 um 14.6 % unter dem Ausreisserquartal Q3 2025 (8'349.4 €/m²) und um 5.4 % unter Q2 2025 (7'537.2 €/m²). Da die Reihe erst sechs Quartale mit echten Daten umfasst, in Euro geführt wird und stark vom jeweiligen Inseratemix abhängt, belegt dies keinen allgemeinen Preisrückgang. Der schweizerische Transaktionsindex IMPI des Bundesamts für Statistik lag im 2. Quartal 2026 vielmehr 3.5 % über dem Vorjahr, was für eine stabile bis leicht seitwärts laufende Entwicklung spricht.
Wie hoch sind die Mieten in Biel, und welche Rendite ist realistisch?
Die durchschnittliche Angebotsmiete für Wohnungen lag im 3. Quartal 2026 laut CASAFARI Area Insights bei 23.7 €/m² und Monat, nach 27.5 €/m² im Vorjahresquartal. Daraus errechnet sich auf den Angebotspreisen eine stabile indikative Bruttorendite von rund 4.0 % (Spanne von 3.8 % bis 4.4 % seit Q2 2025). Die tatsächliche Nettorendite fällt nach Abzug von Unterhalt, Verwaltung, Erneuerungsfonds und Leerstand tiefer aus – zumal Biel im Jahr 2020 laut städtischer Wohnraumanalyse mit 2.76 % eine überdurchschnittliche Leerwohnungsziffer aufwies.
Wie hoch ist die Handänderungssteuer beim Kauf in Biel?
Im Kanton Bern beträgt die Handänderungssteuer 1.8 % des Kaufpreises und wird durch die Käuferschaft über das Grundbuchamt bezahlt (Handänderungssteuergesetz, BSG 215.326.2). Beim Erwerb eines selbstbewohnten Hauptwohnsitzes wird die Steuer auf den ersten CHF 800'000 aufgeschoben und nach zwei Jahren ununterbrochener Eigennutzung erlassen, sofern der Einzug innert eines Jahres erfolgt. Für Renditeobjekte und Zweitwohnungen ist der volle Satz von 1.8 % beim Eigentumsübergang geschuldet.
Darf ich mit B- oder C-Bewilligung in Biel eine Wohnung kaufen?
Ja, wer als ausländische Person rechtmässig und tatsächlich in der Schweiz wohnt – EU/EFTA-Angehörige mit B- oder C-Bewilligung sowie Drittstaatsangehörige mit C-Bewilligung –, darf am Wohnort eine Wohnung als Hauptwohnsitz ohne Lex-Koller-Bewilligung kaufen. Die Liegenschaft muss selbst bewohnt werden und darf nicht vermietet werden; reine Renditeobjekte in Wohnnutzung bleiben für Personen im Ausland grundsätzlich ausgeschlossen. Seit dem 15. April 2026 läuft eine Vernehmlassung des Bundesrats zur Verschärfung für Drittstaatsangehörige, die im Oktober 2026 jedoch noch nicht in Kraft war; zuständig im Kanton Bern ist das Regierungsstatthalteramt.
Was ändert die Abschaffung des Eigenmietwerts für Käufer in Biel?
Der Bundesrat hat am 1. April 2026 festgelegt, dass der Systemwechsel bei der Wohneigentumsbesteuerung am 1. Januar 2029 in Kraft tritt (Mitteilung der Eidgenössischen Steuerverwaltung ESTV). Bis Ende 2028 wird der Eigenmietwert weiter besteuert, gleichzeitig bleiben werterhaltende Renovationskosten bei selbstbewohntem Eigentum bis dahin steuerlich abziehbar – ein wichtiger Punkt beim Kauf älterer Wohnungen in Biel. Ab 2029 entfallen bei Eigennutzung sowohl Eigenmietwert als auch Unterhaltsabzug, während bei vermieteten Liegenschaften der Unterhaltsabzug bestehen bleibt.