Immobilienmarkt St.Gallen: Preise, Mieten und Renditen 2026
Angebotspreise, Mieten und Leerstand der Stadt St.Gallen, mit CASAFARI-Daten bis zum 3. Quartal 2026.
Eigentumswohnungen in der Stadt St.Gallen werden im 3. Quartal 2026 zu durchschnittlich 8.872,2 €/m² angeboten (CASAFARI Area Insights, indexierte Inserate, Ausreisser ausgeschlossen; Angebots-, nicht Transaktionspreise, in Euro für einen Frankenmarkt). Das entspricht einem Plus von 3,7 % gegenüber 8.555,1 €/m² im 3. Quartal 2025, während die durchschnittliche Angebotsmiete bei 25,4 €/m² und Monat liegt. Mit einer Leerwohnungsziffer von rund 2,3 % (Juni 2025) ist St.Gallen die entspannteste der zehn grössten Schweizer Städte, während die Schweiz im Juni 2026 erstmals unter 1 % lag.
Wer aus Stuttgart oder Wien neu für eine Stelle an der Universität St.Gallen (HSG) und am Kantonsspital in die Ostschweiz zieht, rechnet oft mit Zürcher Verhältnissen: Warteschlangen bei der Besichtigung und Mieten, die das halbe Einkommen binden. In St.Gallen erleben Zuzüger zur Miete meist das Gegenteil. Sie haben Auswahl und finden eine geräumige 4,5-Zimmer-Altbauwohnung zu einem Mietzins, der in Zürich kaum für ein Studio reichen würde.
Beim Kauf von Stockwerkeigentum dreht sich dieses Bild jedoch rasch. Das Angebot an zeitgemässen Eigentumswohnungen ist knapp, die Angebotspreise sind innerhalb eines Jahres um 3,7 % gestiegen, und wer Neubau oder frisch sanierten Bestand sucht, trifft auf spürbaren Wettbewerb.
Was kostet eine Eigentumswohnung in St.Gallen heute?
Im 3. Quartal 2026 liegt der durchschnittliche Angebotspreis für Wohnungen in der Stadt St.Gallen bei 8.872,2 €/m² (Quelle: Area Insights für St.Gallen und jede andere Schweizer Gemeinde, Location-ID 3684846, Stand: Q3 2026). Gegenüber dem 3. Quartal 2025 (8.555,1 €/m²) bedeutet dies einen Anstieg um 3,7 %; seit dem 2. Quartal 2025 (8.239,9 €/m²), dem ersten Quartal mit frischer Datendichte in dieser Reihe, beträgt das Plus 7,7 %.
Für die Einordnung dieser Zahlen sind drei methodische Hinweise wesentlich:
- Angebotspreise statt Grundbuchdaten: Die Werte stammen aus indexierten Inseraten auf Immobilienportalen, bereinigt um statistische Ausreisser. Es handelt sich um Angebotspreise der Verkäufer, nicht um beurkundete Transaktionspreise im Grundbuch.
- Währungseffekt: Die Zeitreihe wird in Euro geführt, obwohl Liegenschaften in St.Gallen in Schweizer Franken gehandelt werden. Wechselkursbewegungen zwischen Franken und Euro fliessen somit in die Euro-Reihe ein.
- Datendichte und Quartalsschwankungen: Für eine mittelgrosse Stadt wie St.Gallen umfasst die Reihe sechs Quartale mit echten Bewegungsdaten (Q2 2025 bis Q3 2026) in einer Bandbreite von 7.823,6 €/m² (Q4 2025) bis 8.872,2 €/m² (Q3 2026). Der identische Wert von 8.243 €/m² im 1. und 2. Quartal 2026 sowie der unveränderte Wert von 7.735,3 €/m² zwischen Q1 2023 und Q1 2025 markieren Zeiträume ohne neue Datenpunkte und dürfen nicht als preisliche Seitwärtsbewegung gelesen werden.
Da der Wohnungsbestand der Stadt ganz überwiegend aus Mehrfamilienhäusern besteht, bildet die Zeitreihe für Eigentumswohnungen den St.Galler Eigenheimmarkt am verlässlichsten ab. Zum nationalen Vergleich: Der transaktionsbasierte Schweizerische Wohnimmobilienpreisindex (IMPI) des BFS vom 2. Quartal 2026 erreichte 127,7 Punkte (Basis Q4 2019 = 100) und legte im Jahresvergleich um 3,5 % zu (+0,7 % zum Vorquartal, wobei Eigentumswohnungen um 1,6 % stiegen und Einfamilienhäuser um 0,4 % nachgaben).
Wo liegt St.Gallen, und wer zieht hierher?
Die Stadt St.Gallen liegt eingebettet in einem Hochtal zwischen den Hügeln Rosenberg und Freudenberg, rund 85 Kilometer östlich von Zürich. Mit der Bahn erreichen Pendler den Zürcher Hauptbahnhof in etwa einer Stunde; der Bodensee, das St.Galler Rheintal sowie die Flughäfen Zürich und St.Gallen-Altenrhein liegen in unmittelbarer Reichweite.
Innerhalb des Stadtgebiets unterscheiden sich die Lagen deutlich nach Topografie und Bausubstanz. Rund um die Altstadt mit dem UNESCO-geschützten Stiftsbezirk und dem Museumsquartier dominiert historischer Bestand. Der Südhang am Rosenberg ist durch die Universität St.Gallen (HSG) und grosszügige Villenlagen geprägt, während St.Georgen und das Riethüsli südlich in Richtung Appenzellerland ansteigen. Im Westen bilden Lachen-Vonwil, Bruggen und Winkeln wichtige Wohnquartiere; im Osten schliessen St.Fiden und Neudorf an.
Am 31. Dezember 2025 zählte die Stadt 83.843 Einwohnerinnen und Einwohner, was einem Zuwachs von 679 Personen oder 0,8 % gegenüber dem Vorjahr entspricht (Quelle: Medienmitteilung der Stadt St.Gallen zur Wohnbevölkerung 2025, Januar 2026). Davon hatten 78.416 Personen ihren Hauptwohnsitz in der Stadt und 4.144 einen Nebenwohnsitz – überwiegend Wochenaufenthalter und Studierende. Über die Dekade von 2014 bis 2024 wuchs die ständige Wohnbevölkerung um 4,7 % und damit langsamer als in den meisten anderen der zehn grössten Schweizer Städte (Quelle: IHK St.Gallen-Appenzell, BFS-Daten).
Getragen wird die Nachfrage vor allem von zwei Faktoren:
- Internationale Zuwanderung und Nähe zu Zürich: Der internationale Wanderungsgewinn lag 2025 bei 1.064 Personen; 85 % stammten aus der EU, davon wiederum 57 % aus deutschsprachigen EU-Staaten. Gleichzeitig schrumpfte der Wanderungsverlust gegenüber dem Kanton Zürich im Jahr 2025 auf lediglich −94 Personen.
- Starker Arbeitsmarkt vor Ort: Den rund 78.400 Hauptwohnsitzen stehen 86.259 Arbeitsplätze im Stadtgebiet gegenüber (Quelle: Die Stadt in Zahlen, Stadt St.Gallen, Stand 2024). Die Universität, das Kantonsspital, die kantonale Verwaltung sowie Versicherungen und Dienstleister machen St.Gallen zum täglichen Einpendlerzentrum der Ostschweiz.
Warum gilt St.Gallen als Mietermarkt unter den grossen Schweizer Städten?
Während Wohnungssuchende in Zürich oder Genf auf ausgetrocknete Märkte treffen, bietet St.Gallen ungewohnt viel Spielraum. Am Stichtag 1. Juni 2025 lag die Leerwohnungsziffer in der Stadt St.Gallen bei rund 2,3 %, verglichen mit 1,37 % im Kanton St.Gallen (3.760 leere Wohnungen) und 1,0 % in der gesamten Schweiz (Quelle: Leerwohnungsziffer nach Gemeinden, Fachstelle für Statistik Kanton St.Gallen, Juni 2025). Am 1. Juni 2026 sank der schweizweite Wert weiter auf 0,93 % (45.493 leere Wohnungen) und der kantonale Wert auf 1,16 % (Quelle: BFS-Leerwohnungszählung 2026: Schweiz erstmals unter 1 %, September 2026).
Im kantonalen Kontext zählte der Kanton St.Gallen im Jahr 2024 rund 115.800 Wohngebäude, wobei der Wohnungsbestand seit 2010 um 18,4 % gewachsen ist; über ein Drittel aller leerstehenden Wohnungen des Kantons entfiel Mitte 2025 auf den Wahlkreis St.Gallen (Quelle: Kopf und Zahl 2026, Bau- und Wohnungswesen im Kanton St.Gallen).
Ein genauerer Blick zeigt jedoch einen zweigeteilten Markt. Der Leerstand in der Stadt konzentriert sich fast ausschliesslich auf ältere Liegenschaften mit veralteten Grundrissen, ungenügender Energiebilanz oder einfacher Ausstattung, während moderne Eigentumswohnungen und zeitgemäss sanierte Mietwohnungen rasch Abnehmer finden (Quellen: INVEST SG 2026: Wohnungsmarkt Kanton und Stadt St.Gallen sowie HEV-Studie Wohnstandort St.Gallen, Update 2026).
Für Mieterinnen und Mieter bedeutet diese Struktur Auswahl und eine ruhige Mietpreisentwicklung bei Mieterwechseln. Für Eigentümer älterer Mehrfamilienhäuser entsteht hingegen Handlungsbedarf: Unsanierten Wohnungen drohen längere Vermarktungsdauern, während gezielte energetische Sanierungen und Grundrissoptimierungen die Vermietbarkeit sichern.
Wie haben sich die Angebotsmieten entwickelt?
Im 3. Quartal 2026 betrug die durchschnittliche Angebotsmiete für Wohnungen in der Stadt St.Gallen 25,4 €/m² und Monat (Quelle: CASAFARI Area Insights, indexierte Inserate, Ausreisser ausgeschlossen, in Euro, Stand Q3 2026). Gegenüber dem 3. Quartal 2025 (27,7 €/m²) entspricht dies einem Rückgang um 8,3 %, gegenüber dem 2. Quartal 2025 (25,0 €/m²) einem leichten Plus von 1,6 %. Da das 3. Quartal 2025 in der Reihe als Ausreisser nach oben hervorsticht, bewegt sich das tatsächliche Angebotsniveau seit 2025 stabil im Korridor zwischen 25 und 27 €/m² und Monat.
Auch hier gilt die Unterscheidung zwischen Angebots- und Bestandesmieten: Die CASAFARI-Reihe misst neu ausgeschriebene Wohnungen in Inseraten. Laufende Mietverträge im St.Galler Altbaubestand liegen im Durchschnitt tiefer und orientieren sich im Schweizer Mietrecht an der Entwicklung des hypothekarischen Referenzzinssatzes. Wie sich Mieten, Zinsen und Angebot im übrigen Land verhalten, beleuchten unsere Analysen zu den Trends auf dem Schweizer Wohnungsmarkt.
Welche Rendite bringt ein Mehrfamilienhaus oder eine vermietete Wohnung in St.Gallen?
Setzt man die durchschnittliche Jahresangebotsmiete ins Verhältnis zum durchschnittlichen Angebotspreis (12 × 25,4 €/m² ÷ 8.872,2 €/m²), ergibt sich für das 3. Quartal 2026 eine indikative Bruttorendite von 3,4 % (Quelle: CASAFARI Area Insights, eigene Berechnung aus Angebotspreisen, Stand Q3 2026). Über die sechs Quartale mit vollständiger Datenbasis von Q2 2025 bis Q3 2026 bewegte sich diese indikative Bruttorendite in einer Bandbreite zwischen 3,4 % und 3,9 %.
| Kennzahl (Wohnungen Stadt St.Gallen) | Wert im Q3 2026 | Bandbreite / Vergleich (Q2 2025 – Q3 2026) | Datenquelle & Hinweis |
|---|---|---|---|
| Durchschnittlicher Angebotspreis Kauf | 8.872,2 €/m² | 7.823,6 bis 8.872,2 €/m² (+3,7 % ggü. Q3 2025) | CASAFARI Area Insights, Inserate in Euro |
| Durchschnittliche Angebotsmiete | 25,4 €/m²/Monat | 25,0 bis 27,7 €/m²/Monat (−8,3 % ggü. Q3 2025) | CASAFARI Area Insights, Inserate in Euro |
| Indikative Bruttorendite | 3,4 % | 3,4 % bis 3,9 % | Berechnung aus Angebotsreihen (indikativ) |
In der Praxis ist der Weg von der indikativen Bruttorendite zur Nettorendite im St.Galler Markt anspruchsvoll. Verwaltungskosten, laufender Unterhalt, das strukturelle Leerstandsrisiko bei unsanierten Altbauten sowie Rückstellungen für den Heizungsersatz und die Gebäudehülle schmälern den Ertrag. Vorsichtige Anlegerinnen und Anleger kalkulieren bei Bestandesobjekten mit 3,0 bis 3,5 % Bruttorendite.
Der Anlagemarkt teilt sich entsprechend auf: Lokale Privatanleger erwerben vorwiegend kleinere Mehrfamilienhäuser mit Sanierungspotenzial, während Pensionskassen, Versicherungen und Wohnbaugenossenschaften in Neubau-Mietprojekte investieren. Der Kauf einzelner Eigentumswohnungen zur reinen Weitervermietung bildet eher die Ausnahme.
Weil Mikrolage und Gebäudezustand über die tatsächliche Rendite entscheiden, reicht der Stadtdurchschnitt für eine Kaufentscheidung nicht aus. Mit Comparables und Marktstudie für einzelne Objekte prüfen Sie Angebotspreise im unmittelbaren Umkreis, historische Preisreduktionen und die Vermarktungsdauer vergleichbarer Liegenschaften; mit Property Sourcing: alle Inserate aus St.Gallen in einer Suche erfassen Maklerbüros und Investoren sämtliche aktiven Ausschreibungen ohne Dubletten.
Welche Steuern und Nebenkosten fallen beim Kauf im Kanton St.Gallen an?
Beim Erwerb von Wohneigentum in der Stadt St.Gallen sind die einmaligen Kaufnebenkosten im schweizweiten Vergleich moderat, müssen aber vollständig aus eigenen Mitteln gedeckt werden.
- Handänderungssteuer: Im Kanton St.Gallen beträgt die Handänderungssteuer 1 % des Kaufpreises (Art. 241–245 Steuergesetz des Kantons St.Gallen). Geschuldet wird sie von der Käuferschaft, wobei die verkaufende Partei solidarisch haftet. Bei Handänderungen zwischen Eltern und Nachkommen gilt ein reduzierter Satz von 0,5 % (Quelle: Handänderungssteuer nach Kantonen, Stand 2026).
- Grundbuch- und Notariatsgebühren: Für die öffentliche Beurkundung und den Eintrag im Grundbuch fallen Gebühren von je rund 0,2 % des Kaufpreises an. Hinzu kommen die Gebühren für die Errichtung oder Erhöhung des Schuldbriefs zur Sicherung der Hypothek.
- Rechenbeispiel: Beim Kauf einer Eigentumswohnung in St.Gallen zu einem beurkundeten Preis von 1.000.000 CHF belaufen sich die Handänderungssteuer auf 10.000 CHF (1 %) sowie die Grundbuch- und Beurkundungsgebühren auf zusammen rund 4.000 CHF (ca. 0,4 %), zuzüglich der Schuldbriefkosten.
- Steuern im Besitz und beim Wiederverkauf: Während der Haltedauer unterliegen selbstgenutzte Liegenschaften der Besteuerung des Eigenmietwerts zum jeweiligen Steuerfuss von Kanton und Stadt St.Gallen. Beim späteren Verkauf erhebt der Kanton eine progressive Grundstückgewinnsteuer auf den erzielten Mehrwert, wobei sich die Steuerlast mit zunehmender Haltedauer reduziert; verbindliche Tarife veröffentlicht das kantonale Steueramt.
Wer darf in St.Gallen kaufen? Lex Koller, B- und C-Bewilligung
Da St.Gallen ein reiner Erstwohnsitz- und Arbeitsmarkt ist, sind die gesetzlichen Regeln für ausländische Käuferinnen und Käufer klar strukturiert.
Nach geltendem Bundesgesetz über den Erwerb von Grundstücken durch Personen im Ausland (Lex Koller) erwerben Schweizer Staatsangehörige, Personen mit Niederlassungsbewilligung C sowie sämtliche EU- und EFTA-Staatsangehörigen mit rechtmässigem und tatsächlichem Wohnsitz in der Schweiz (Aufenthaltsbewilligung B oder C) Grundstücke bewilligungsfrei – einschliesslich Renditeobjekten und Mehrfamilienhäusern. Staatsangehörige aus Drittstaaten mit einer B-Bewilligung dürfen am Ort ihres Wohnsitzes eine selbstgenutzte Hauptwohnung ohne Bewilligung kaufen. Personen mit Wohnsitz im Ausland benötigen hingegen eine kantonale Bewilligung; Ferienwohnungskontingente kommen in einer Nicht-Tourismusgemeinde wie der Stadt St.Gallen nicht zur Anwendung.
Ein typischer Praxisfall zeigt, wie reibungslos dies für Zuzüger aus dem benachbarten Ausland funktioniert: Ein Ehepaar aus Süddeutschland, beide mit Arbeitsvertrag an der HSG und am Kantonsspital sowie Wohnsitz und B-Bewilligung in der Stadt, kauft eine 4,5-Zimmer-Eigentumswohnung am Rosenberg. Da beide EU-Bürger mit Hauptwohnsitz in der Schweiz sind, unterliegt der Kauf keiner Bewilligungspflicht nach Lex Koller.
Stand der Gesetzgebung (Oktober 2026): Der Bundesrat hat am 15. April 2026 die Vernehmlassung zu einer Teilrevision der Lex Koller eröffnet, die unter anderem neue Bewilligungspflichten für Drittstaatsangehörige vorsieht. Die Vernehmlassungsfrist dauerte bis zum 15. Juli 2026; per Oktober 2026 ist diese Verschärfung nicht in Kraft (Quelle: Bundesamt für Justiz: Stand der Lex-Koller-Revision).
Auch das Zweitwohnungsgesetz (ZWG) schränkt den St.Galler Markt nicht ein: Die Stadt liegt deutlich unter dem gesetzlichen Schwellenwert von 20 % Zweitwohnungsanteil (Quelle: Wohnungsinventar des ARE (Zweitwohnungsanteile)). Bei den Ende 2025 registrierten 4.144 Personen mit Nebenwohnsitz handelt es sich überwiegend um Wochenaufenthalter und nicht um touristische Zweitwohnungseigentümer.
Wie lassen sich die Zahlen dieser Seite selbst nachrechnen?
Alle Preis- und Mietreihen dieser Marktübersicht stammen direkt aus CASAFARI Area Insights für die Stadt St.Gallen (Location-ID 3684846). Die Plattform bündelt täglich die Ausschreibungen der Schweizer Immobilienportale, führt mehrfach inserierte Objekte zu einem einzigen Datensatz zusammen und schliesst statistische Ausreisser aus. Weil Angebotspreise unmittelbar auf Zinsänderungen und Nachfrageschübe reagieren, zeigen sie Marktbewegungen früher an als amtliche Transaktionsstatistiken.
Wenn Sie die St.Galler Zeitreihen in eigene Analysen, Bewertungsmodelle oder Kundenberichte einbinden möchten, stehen Ihnen mehrere Wege offen:
- Für Entwickler und Analysten: Über die Area-Insights-Dokumentation auf developers.casafari.com (auf Englisch) und die Dokumentation zu Comparables und Bewertung (auf Englisch) rufen Sie die Quartalsreihen und Vergleichsobjekte direkt per API ab. Ihr Konto und API-Schlüssel auf platform.casafari.com richten Sie im Self-Service ein; die Abrechnung der API-Abfragen erfolgt transparent in Tokens (wobei diese Guthaben-Tokens für Datenabrufe strikt von technischen OAuth-Zugriffstokens zur Authentifizierung zu unterscheiden sind).
- Für KI-gestützte Arbeitsabläufe: Mit Casafari MCP für KI-Assistenten im Maklerbüro verbinden Sie Ihre KI-Werkzeuge direkt mit den Marktdaten von CASAFARI.
- Für Eigentümerinnen und Eigentümer: Wenn Sie den aktuellen Marktwert Ihrer Liegenschaft prüfen möchten, liefert Ihnen die Online-Immobilienbewertung für Ihre Wohnung in St.Gallen in wenigen Schritten eine fundierte Ersteinschätzung.
St.Gallen bleibt 2026 ein Markt der leisen Zwischentöne: entspannt für Mieterinnen und Mieter, anspruchsvoll für Eigentümer unsanierter Altbauten und preislich aufwärtsgerichtet bei zeitgemässem Stockwerkeigentum. Wer Angebotspreise, Leerstand und Objektzustand sauber trennt, findet in der Ostschweizer Kantonshauptstadt verlässliche Entscheidungsgrundlagen – am einfachsten direkt in den Area Insights für St.Gallen und jede andere Schweizer Gemeinde.
Häufig gestellte Fragen
Was kostet eine Eigentumswohnung in St.Gallen pro Quadratmeter?
Laut CASAFARI Area Insights lag der durchschnittliche Angebotspreis für Wohnungen in der Stadt St.Gallen im 3. Quartal 2026 bei 8.872,2 €/m², was einem Anstieg von 3,7 % gegenüber dem Vorjahresquartal (8.555,1 €/m²) entspricht. Es handelt sich um Angebotspreise aus indexierten Inseraten in Euro (Ausreisser ausgeschlossen) und nicht um beurkundete Grundbuchpreise in Schweizer Franken. In einem Markt mit rund 2,3 % Leerstand liegen die tatsächlichen Abschlusspreise häufig unter den ersten Preisvorstellungen, wobei Mikrolage, Baujahr und energetischer Sanierungsstand den Einzelpreis stark beeinflussen.
Wie hoch sind die Mieten in der Stadt St.Gallen?
Die durchschnittliche Angebotsmiete für Wohnungen in St.Gallen betrug im 3. Quartal 2026 laut CASAFARI Area Insights 25,4 €/m² und Monat. Nach einem Ausreisserwert von 27,7 €/m² im 3. Quartal 2025 (−8,3 % im Jahresvergleich) pendelt das Niveau der ausgeschriebenen Mietwohnungen seit 2025 zwischen 25 und 27 €/m². Die bestehenden Vertragsmieten liegen im Durchschnitt tiefer, da der Altbau dominiert und St.Gallen unter den zehn grössten Schweizer Städten zu den günstigsten Mietstandorten zählt.
Warum stehen in St.Gallen mehr Wohnungen leer als in Zürich?
Am 1. Juni 2025 verzeichnete die Stadt St.Gallen eine Leerwohnungsziffer von rund 2,3 %, während der gesamtschweizerische Wert 2025 bei 1,0 % und am 1. Juni 2026 bei 0,93 % lag. Dieser Leerstand konzentriert sich fast ausschliesslich auf ältere Wohnungen mit veralteten Grundrissen und schwacher Energiebilanz, wogegen Neubauten und frisch sanierte Wohnungen rasch vermietet werden. Ein moderates Bevölkerungswachstum von 4,7 % zwischen 2014 und 2024 sowie ein hoher Anteil an Altbauten erklären den deutlichen Unterschied zum Raum Zürich.
Wie hoch ist die Handänderungssteuer im Kanton St.Gallen und wer zahlt sie?
Im Kanton St.Gallen beträgt die Handänderungssteuer 1 % des Kaufpreises; sie wird vom Erwerber geschuldet, wobei der Veräusserer solidarisch haftet (Art. 241–245 StG SG). Bei Eigentumsübertragungen zwischen Eltern und Nachkommen reduziert sich der Steuersatz auf 0,5 %. Zusätzlich fallen für die Käuferschaft Grundbuch- und Notariatsgebühren von je rund 0,2 % sowie Kosten für den Schuldbrief an, während beim späteren Wiederverkauf die kantonale Grundstückgewinnsteuer vom Verkäufer zu tragen ist.
Dürfen Deutsche oder Österreicher mit B-Bewilligung in St.Gallen eine Wohnung kaufen?
Ja, Staatsangehörige aus EU- und EFTA-Ländern mit rechtmässigem und tatsächlichem Wohnsitz in der Schweiz (Aufenthaltsbewilligung B oder Niederlassungsbewilligung C) kaufen Immobilien in St.Gallen bewilligungsfrei nach Lex Koller, auch als Kapitalanlage. Drittstaatsangehörige mit B-Bewilligung dürfen am Wohnort eine selbstgenutzte Hauptwohnung ohne Bewilligung erwerben. Eine vom Bundesrat im April 2026 in die Vernehmlassung geschickte Verschärfung der Lex Koller ist per Oktober 2026 noch nicht in Kraft.
Lohnt sich ein Mehrfamilienhaus in St.Gallen als Kapitalanlage?
Aus den CASAFARI-Angebotsreihen für Kaufpreise und Mieten errechnet sich im 3. Quartal 2026 eine indikative Bruttorendite von 3,4 % (Bandbreite von 3,4 bis 3,9 % seit Q2 2025). Nach Abzug von Verwaltung, Unterhalt und Leerstandsrisiko sowie allfälligen Sanierungskosten für ältere Bausubstanz fällt die Nettorendite entsprechend tiefer aus. Gefragt sind vor allem Lagen nahe Bahnhof, Universität (HSG) und Kantonsspital sowie Liegenschaften mit Verdichtungspotenzial, die über objektgenaue Vergleichsdaten (Comparables) statt über den Stadtdurchschnitt kalkuliert werden sollten.