Immobilienpreise in Mamer 2026: Wohnungen bei 9.518,7 €/m²

Angebotspreise, Trend seit 2023, Gebühren und Bëllegen Akt für Mamer, Capellen und Holzem.

Im 3. Quartal 2026 lag der durchschnittliche Angebotspreis für Wohnungen in der Gemeinde Mamer laut CASAFARI Area Insights bei 9.518,7 €/m² (Angebotspreise aus indexierten Inseraten, Ausreißer ausgeschlossen, keine Transaktionspreise). Das sind +0,6 % gegenüber dem 3. Quartal 2025 – der erste Anstieg im Jahresvergleich seit Beginn der Reihe 2023. Seit dem Hoch von 10.870,2 €/m² im 1. Quartal 2023 fehlen weiterhin 12,4 %. Käufer rechnen mit 7 % Einregistrierungs- und Umschreibungsgebühren, gemindert durch den Bëllegen Akt.

Wer im Frühjahr 2023 auf der Suche nach einer Familienwohnung durch die Wohnstraßen rund um den Park Brill in Mamer spazierte, trat angesichts der Preisschilder meist schnell wieder den Rückzug an. Über 10.800 Euro pro Quadratmeter riefen Verkäufer damals im Schnitt auf, während die Hypothekenzinsen gleichzeitig spürbar anzogen. Drei Jahre später sieht die Rechnung anders aus. Wenn dasselbe Paar heute im Herbst 2026 die Auslagen der Makler studiert, liegen die geforderten Preise um gut ein Achtel unter dem damaligen Spitzenwert. Doch erstmals seit fast drei Jahren zeigt der Pfeil im Vorjahresvergleich wieder leicht nach oben. Ist die Korrektur im Westen der Hauptstadt damit ausgestanden?

Was kostet eine Wohnung in Mamer im Herbst 2026?

Für das 3. Quartal 2026 weist Area Insights, die Gebietsübersicht von CASAFARI (Location-ID 3692785, abgefragt am 23. Oktober 2026), für Wohnungen in der Gemeinde Mamer einen durchschnittlichen Angebotspreis von 9.518,7 €/m² aus. Wichtig für die Einordnung: Es handelt sich hierbei um bereinigte Angebotspreise aus veröffentlichten Immobilieninseraten, bei denen statistische Ausreißer herausgerechnet wurden, und nicht um notariell beurkundete Kaufpreise.

In einer einzigen Zeile zusammengefasst zeigt der Markt folgendes Bild: Die Angebotspreise verzeichnen ein Plus von 0,6 % zum Vorjahresquartal (9.460,6 €/m² im 3. Quartal 2025), einen Zuwachs von 2,2 % gegenüber dem unmittelbaren Vorquartal (9.315,6 €/m² im 2. Quartal 2026), liegen aber weiterhin 12,4 % unter dem Stand des 1. Quartals 2023.

Um diese Quadratmeterzahl greifbar zu machen, hilft ein reines Rechenbeispiel: Eine typische Drei-Zimmer-Wohnung mit 85 Quadratmetern Wohnfläche entspricht beim aktuellen Durchschnittswert einem rechnerischen Angebotspreis von rund 809.000 Euro. Im Frühjahr 2023 hätte dieselbe Fläche auf dem Papier noch rund 924.000 Euro gekostet. Natürlich entscheidet am Ende der Zustand des Einzelobjekts, doch die Größenordnung zeigt, wie viel Luft aus den ursprünglichen Preisvorstellungen gewichen ist.

Ein Blick durch die Straßen von Mamer, Capellen und Holzem zeigt allerdings sofort, dass Einfamilienhäuser und Doppelhaushälften das Ortsbild prägen. Da Häuser in einer Gemeinde dieser Größe jedoch vergleichsweise selten den Besitzer wechseln und sehr unterschiedliche Grundstücksgrößen aufweisen, legt CASAFARI für diesen Leitfaden ausschließlich die valide Datenreihe für Eigentumswohnungen zugrunde. Aussagen zu Hauspreisen lassen sich daraus nicht ableiten.

Wo liegt Mamer, und warum ist die Gemeinde so gefragt?

Die Gemeinde Mamer gehört zum Kanton Capellen und liegt rund acht Kilometer westlich von Luxemburg-Stadt. Sie setzt sich aus drei sehr unterschiedlichen Ortschaften zusammen: dem Hauptort Mamer mit 8.272 Einwohnern, dem stark durch Dienstleistungsbetriebe und Wohngebiete geprägten Capellen mit 2.537 Einwohnern sowie dem ländlicheren Holzem mit 772 Einwohnern (Stand jeweils 31. Dezember 2025 laut Angaben der Gemeinde Mamer zu ihren Ortschaften).

Was den Standort für Familien wie für internationale Fachkräfte so anziehend macht, ist die Verbindung aus ruhigem Wohnumfeld und unmittelbarer Nähe zu den großen Arbeitsplatzzentren. Über die Autobahn A6 (E25) erreicht man sowohl das hauptstädtische Straßennetz als auch die belgische Grenze in Richtung Arlon und Brüssel. Wer das Auto stehen lässt, nutzt die CFL-Linie 50 mit den beiden Haltepunkten Mamer und Mamer-Lycée; wie im gesamten Großherzogtum ist der öffentliche Nahverkehr auch hier kostenlos.

Zudem müssen viele Bewohner zum Arbeiten die Gemeindegrenze gar nicht erst überschreiten. Das Gewerbegebiet in Capellen (unter anderem mit der NATO Support and Procurement Agency und zahlreichen Finanz- und Beratungsunternehmen) bietet Tausende Arbeitsplätze direkt vor Ort. Für Familien geben das Lycée Josy Barthel, die nahe gelegene Europaschule Luxemburg II auf dem angrenzenden Gebiet Mamer/Bartringen sowie das Kulturzentrum Kinneksbond im Alltag oft den Ausschlag.

Dieser Zuzug lässt sich in den amtlichen Bevölkerungszahlen ablesen. Laut dem Gemeindeporträt Mamer beim Syvicol auf Basis von STATEC-Daten zählte die Gemeinde am 1. Januar 2026 genau 11.583 Einwohner auf einer Fläche von 2.752 Hektar. Bei der Volkszählung 2011 waren es erst 7.473 Menschen, 2021 bereits 10.426 – ein Bevölkerungswachstum von 55 % innerhalb von fünfzehn Jahren, das den Wohnungsmarkt dauerhaft stützt.

Wie haben sich die Preise seit 2023 entwickelt?

Die jüngere Preisgeschichte in Mamer liest sich wie ein Lehrbuchbeispiel für die Zinswende im Großherzogtum. Im 1. Quartal 2023 markierten die Wohnungs-Angebotspreise in CASAFARI Area Insights mit 10.870,2 €/m² ihren Höchststand. Danach setzte eine schrittweise Korrektur ein, die bis zum 4. Quartal 2025 anhielt und bei 9.304 €/m² ihren Tiefpunkt fand. Vom Hoch bis zum Tief entspricht das einem Rückgang um 14,4 % oder rund 1.566 Euro pro Quadratmeter.

Der Weg nach unten verlief dabei fast ohne Unterbrechung: In neun von elf Quartalsschritten gaben die geforderten Preise nach, lediglich im 1. Quartal 2024 und im 3. Quartal 2024 gab es kleine Zwischenerholungen. Erst das Jahr 2026 brachte eine sichtbare Bodenbildung mit Werten von 9.355,7 €/m² im 1. Quartal, 9.315,6 €/m² im 2. Quartal und dem jüngsten Anstieg auf 9.518,7 €/m² im 3. Quartal (+2,3 % über dem Tiefststand von Ende 2025).

Zeitraum / Kennzahl Angebotspreis Wohnungen (€/m²) Veränderung
Q1 2023 (Höchststand der Reihe) 10.870,2 €/m² Ausgangswert
Q4 2025 (Tiefststand der Reihe) 9.304,0 €/m² -14,4 % ggü. Q1 2023
Q1 2026 9.355,7 €/m² -1,8 % ggü. Q1 2025
Q2 2026 9.315,6 €/m² -1,7 % ggü. Q2 2025
Q3 2026 (aktueller Stand) 9.518,7 €/m² +0,6 % ggü. Q3 2025 / +2,2 % ggü. Q2 2026

Noch deutlicher wird der Gezeitenwechsel beim Blick auf die jährlichen Veränderungsraten. Zehn Quartale in Folge – vom 1. Quartal 2024 bis einschließlich zum 2. Quartal 2026 – lagen die Angebotspreise in Mamer stets unter dem Wert des jeweiligen Vorjahresquartals, mit Abschlägen zwischen -1,7 % (Q2 2026) und -8,0 % (Q1 2025). Das Plus von 0,6 % im 3. Quartal 2026 durchbricht diese Serie zum ersten Mal.

Dennoch ist Vorsicht bei der Interpretation geboten. Zum einen sorgte das Auslaufen befristeter steuerlicher Krisenmaßnahmen am 30. Juni 2025 landesweit für Vorzieheffekte im ersten Halbjahr 2025, was die Vergleichsbasis verzerrt. Zum anderen ist Mamer ein überschaubarer Markt: Kommen in einem Quartal einige besonders hochwertige Neubauwohnungen hinzu oder fallen ältere Objekte aus dem Angebot, bewegt das den Durchschnittswert spürbar. Ein einzelnes positives Quartal markiert einen Boden, aber noch keinen gesicherten Aufschwung.

Wie steht Mamer im Vergleich zum Landesdurchschnitt?

Um die Entwicklung in Mamer einzuordnen, lohnt der Abgleich mit den landesweiten Zahlen des Statistikamtes STATEC und des Wohnungsbauministeriums. Im Rapport d'analyse n° 25 des Observatoire de l'Habitat (1. Quartal 2026) legte der nationale hedonische Immobilienpreisindex über alle Objektarten hinweg um 0,7 % zum Vorquartal und um 1,7 % zum Vorjahr zu. Bestandswohnungen verteuerten sich landesweit im Jahresvergleich um 0,9 %, Bestandshäuser um 3,0 %.

Im selben Zeitraum (1. Quartal 2026) lagen die Angebotspreise für Wohnungen in Mamer mit 9.355,7 €/m² noch um 1,8 % unter ihrem Vorjahreswert. Die Gemeinde am Westrand der Hauptstadt lief der landesweiten Stabilisierung also um einige Monate hinterher, bevor sie im 3. Quartal 2026 ebenfalls ins Plus drehte.

Bei diesem Vergleich müssen Leserinnen und Leser jedoch einen wichtigen methodischen Unterschied beachten: Der STATEC-Index des Observatoire de l'Habitat beruht auf notariell beurkundeten Kaufverträgen (Transaktionspreisen), während CASAFARI die aktuellen Angebotspreise aus Inseraten misst. Inserate reagieren schneller auf Stimmungswechsel am Markt, bilden aber nicht den Preisabschlag ab, den Käufer und Verkäufer vor Unterzeichnung des Kaufvorvertrags (Compromis) noch aushandeln.

Dass der luxemburgische Markt insgesamt wieder liquider geworden ist, zeigen die nationalen Transaktionszahlen des Observatoire de l'Habitat: Im 1. Quartal 2026 wurden landesweit 968 Bestandswohnungen (+9,4 % zum Vorjahr) und 650 Häuser (+11,5 %) verkauft, während der Verkauf von Neubauwohnungen vom Plan (VEFA) mit 207 Einheiten um 18,2 % zurückging. Im 2. Quartal 2026 zählte das Observatoire 1.274 Wohnungsverkäufe (Bestand und VEFA zusammen) sowie 709 Hausverkäufe – ein Plus von 8,2 % gegenüber dem Startquartal, aber ein rechnerisches Minus von 33,9 % gegenüber dem 2. Quartal 2025 (1.928 Verkäufe), das durch die damals auslaufenden Steuervergünstigungen außergewöhnlich aufgebläht war.

Preislich behauptet sich Mamer weiterhin unter den teuersten Gemeinden außerhalb der Hauptstadt. Wer die Zahlen mit dem direkten Nachbarn im Osten oder dem gesamten Großherzogtum abgleichen möchte, findet weitere Details in unserem Leitfaden zum luxemburgischen Wohnungsmarkt sowie in der Übersicht zu den Immobilienpreisen in Luxemburg-Stadt.

Wer kauft in Mamer, und was wird gesucht?

Der Immobilienmarkt in Mamer, Capellen und Holzem ist ein klassischer Selbstnutzermarkt. Auf der Käuferseite dominieren zwei Gruppen: zum einen luxemburgische Familien, die ihre Stadtwohnung verkaufen, um sich am grünen Westrand zu vergrößern; zum anderen gut verdienende ausländische Berufstätige aus den EU-Institutionen, dem Finanzplatz oder den Beratungsgesellschaften – darunter auch viele deutschsprachige Zugezogene und ehemalige Grenzgänger aus dem Raum Trier und dem Saarland, die den täglichen Pendelverkehr auf der A1 oder A6 hinter sich lassen wollen. Zweitwohnsitze spielen in der Gemeinde keine Rolle.

Kapitalanleger treten deutlich seltener auf als in der Hauptstadt oder im Süden des Landes. Wenn Investoren in Mamer kaufen, konzentrieren sie sich meist auf kompakte Ein- bis Zwei-Zimmer-Wohnungen in der Nähe der Bahnhöfe Mamer und Mamer-Lycée oder rund um das Gewerbegebiet Capellen, um diese langfristig zu vermieten. Der nationale Mietmarkt stützt solche Überlegungen grundsätzlich: Laut Observatoire de l'Habitat stieg der amtliche Mietindex des STATEC zwischen dem 1. Quartal 2025 und dem 1. Quartal 2026 um 1,4 %, während die in Inseraten aufgerufenen Wohnungsmieten landesweit um 4,4 % anzogen.

Bei der Besichtigung achten Käufer heute weitaus genauer auf die Nebenkosten und die Bausubstanz als noch in den Boomjahren vor 2022. Entscheidend für den Preisabschlag oder -aufschlag sind:

  • Energiepass und Haustechnik: Ältere Wohnanlagen mit Sanierungsbedarf müssen spürbare Preisnachlässe gewähren, während jüngere Bestandsbauten mit Wärmepumpe und Dreifachverglasung ihre Preise halten.
  • Mikrolage: Fußläufige Distanz zum Bahnhof, zum Lycée oder zur Grundschule wird höher bewertet als Lagen mit unmittelbarem Autobahnlärm der A6.
  • Ausstattung: Geschlossene Garagenstellplätze, Kellerabteile und ein Balkon oder Gartenanteil im Erdgeschoss sind in Mamer fast schon Voraussetzung für eine zügige Vermarktung.

Bevor Kaufinteressenten ein verbindliches Angebot abgeben, empfiehlt sich ein genauer Blick auf Bewertungen und Comparables für Mamer und die Nachbargemeinden. Damit lassen sich aktive und kürzlich beendete Inserate in Mamer, Capellen und Holzem direkt mit ähnlichen Objekten in Kehlen, Kopstal, Bartringen (Bertrange) oder Strassen gegenüberstellen.

Welche Gebühren und Steuern fallen beim Kauf in Mamer an?

Wer in Luxemburg eine Immobilie erwirbt, muss neben dem reinen Kaufpreis die gesetzlichen Erwerbsnebenkosten in die Finanzierung einrechnen. Der größte Posten sind die Einregistrierungs- und Umschreibungsgebühren: Sie belaufen sich auf insgesamt 7 % des Kaufpreises (6 % Einregistrierungsgebühr plus 1 % Umschreibungsgebühr) und werden über den Notar von der Administration de l'enregistrement, des domaines et de la TVA (AED) erhoben.

Für Selbstnutzer federt der Staat diese Belastung durch eine erhebliche Steuergutschrift ab. Laut den Angaben von Guichet.lu zur Steuergutschrift Bëllegen Akt und den 7 % Gebühren (Stand Juli 2025) steht jeder natürlichen Person beim Erwerb ihrer eigenen Hauptwohnung ein Freibetrag von bis zu 40.000 Euro zu, sofern sie die Immobilie selbst bezieht. Kauft ein Paar gemeinsam, lassen sich die Freibeträge auf 80.000 Euro bündeln; lediglich eine Mindestgebühr von 100 Euro bleibt in jedem Fall fällig.

Was das für eine Wohnung in Mamer konkret bedeutet, zeigt eine Beispielrechnung bei einem angenommenen Kaufpreis von 800.000 Euro:

  • Reguläre Gebühren (7 %): 56.000 Euro.
  • Kauf durch ein Paar (80.000 € Bëllegen Akt): Die gesamten 56.000 Euro werden durch die Gutschrift abgedeckt; es fällt nur die Mindestgebühr an (und beide Partner behalten je 12.000 Euro Restkredit für spätere Käufe).
  • Kauf durch eine Einzelperson (40.000 € Bëllegen Akt): Nach Abzug der Gutschrift verbleiben 16.000 Euro an Einregistrierungs- und Umschreibungsgebühren.

Wichtiger Hinweis zur aktuellen Gesetzgebung: Am 16. Juli 2026 hat die Regierung in einer Pressemitteilung zum Paket „Booster fir de Wunnengsbau“ angekündigt, den Bëllegen Akt rückwirkend für Erwerbe ab dem 16. Juli 2026 auf 45.000 Euro pro Person (90.000 Euro für Paare) zu erhöhen. Da diese Erhöhung zum Zeitpunkt unserer Datenprüfung noch das parlamentarische Gesetzgebungsverfahren durchlief und auf Guichet.lu weiterhin die 40.000 Euro ausgewiesen waren, sollten Käufer vor der Beurkundung beim Notar den aktuellen Gesetzesstand erfragen.

Für Käufer, die in Mamer neu bauen oder eine erworbene Bestandswohnung umfassend sanieren, kommt ein weiterer Vorteil hinzu: Laut Guichet.lu zum superermäßigten Mehrwertsteuersatz von 3 % gilt für Bau- und Renovierungsarbeiten an der Hauptwohnung ein Satz von 3 % statt der regulären 17 %, wobei der maximale Steuervorteil auf 50.000 Euro je Wohneinheit begrenzt ist. Hinzu kommen in jedem Fall das gesetzliche Notarhonorar, Verwaltungsauslagen sowie eventuelle Kosten für die Eintragung einer Hypothek.

Worauf sollten Käufer, Verkäufer und Makler 2026 achten?

Nach fast drei Jahren sinkender Angebotspreise hat der Wohnungsmarkt in Mamer im Herbst 2026 ein neues Gleichgewicht gefunden. Wie die einzelnen Marktteilnehmer mit dieser Datenlage umgehen sollten, hängt von ihrer Perspektive ab:

  • Für Käufer: Der Preisboden um 9.300 bis 9.500 €/m² ist sichtbar, doch ein einzelnes Quartal mit +0,6 % im Jahresvergleich löst noch keinen neuen Preisboom aus. Wer eine solide Finanzierung mitbringt, verhandelt weiterhin aus einer starken Position heraus – insbesondere bei älteren Wohnungen. Verlassen Sie sich bei Preisverhandlungen nicht auf den Gemeindeschnitt, sondern auf den direkten Objektvergleich.
  • Für Eigentümer und Verkäufer: Die Angebotspreise liegen weiterhin 12,4 % unter dem Niveau von Anfang 2023. Wer seine Wohnung auf dem Höhepunkt der Niedrigzinsphase 2021 oder 2022 erworben hat, muss seine Preiserwartung nüchtern an der aktuellen Reihe ausrichten, um lange Standzeiten auf den Portalen zu vermeiden. Ein hilfreicher erster Orientierungspunkt ist unsere Online-Immobilienbewertung für Eigentümer in Mamer.
  • Für Makler, Sachverständige und Bewerter: In einem Markt, in dem sich Angebots- und Transaktionspreise unterschiedlich schnell bewegen, überzeugt nur eine saubere Datengrundlage. Verbinden Sie die Quartalsreihe aus Area Insights (Location-ID 3692785) mit konkreten Vergleichsobjekten aus Comparables und ergänzen Sie diese um die amtlichen Transaktionspreise für Wohnungen nach Gemeinde auf data.public.lu. Wer über Mamer hinaus berät, kann zudem die Trends auf dem Wohnungsmarkt in weiteren Gemeinden verfolgen.

Zur Transparenz gehört auch der Blick auf die Grenzen der Statistik und die Marktrisiken: Unsere CASAFARI-Reihe für Mamer umfasst 15 lückenlose Quartale (Q1 2023 bis Q3 2026) ohne wiederholte Werte, bildet aber ausschließlich Eigentumswohnungen zum Verkauf ab. Eine erneute Versteifung der Hypothekenzinsen würde angesichts des hohen Preisniveaus in Mamer sofort auf die Kaufkraft durchschlagen, während das knappe Neubauangebot (VEFA) mittelfristig für Verknappung bei modernen Wohnungen sorgt.

Immobilienprofis, Analysten und Softwareentwickler, die diese Marktdaten direkt in eigene Bewertungstools oder Berichte einbinden möchten, finden alle technischen Details in der Dokumentation zu Area Insights auf developers.casafari.com (englisch) sowie in der Dokumentation zu Comparables und Bewertung (englisch). Wenn Sie die Zahlen für Mamer, Capellen und Holzem selbst prüfen oder eigene Suchfilter anlegen möchten, können Sie jederzeit ein Konto bei CASAFARI anlegen und Area Insights für Mamer abfragen.

Häufig gestellte Fragen

Was kostet eine Wohnung in Mamer pro Quadratmeter?

Im 3. Quartal 2026 lag der durchschnittliche Angebotspreis für Wohnungen in der Gemeinde Mamer laut CASAFARI Area Insights bei 9.518,7 €/m² (bereinigte Daten aus indexierten Inseraten, ohne Ausreißer). Dabei handelt es sich um Angebotspreise und nicht um notariell beurkundete Kaufpreise; letztere veröffentlicht das Observatoire de l'Habitat zeitversetzt auf data.public.lu. Als reines Rechenbeispiel entspricht eine 85-m²-Wohnung beim aktuellen Durchschnittswert einem Angebotspreis von rund 809.000 Euro.

Sind die Immobilienpreise in Mamer gefallen?

Ja, zwischen 2023 und Ende 2025 gaben die Preise spürbar nach: Der durchschnittliche Angebotspreis für Wohnungen fiel vom Hoch bei 10.870,2 €/m² im 1. Quartal 2023 auf 9.304,0 €/m² im 4. Quartal 2025, was einem Rückgang von 14,4 % entspricht. Im Verlauf des Jahres 2026 hat sich ein Boden gebildet, und im 3. Quartal 2026 lag der Wert mit 9.518,7 €/m² erstmals wieder leicht über dem Vorjahresquartal (+0,6 %). Gegenüber dem Spitzenwert von Anfang 2023 fehlen damit weiterhin 12,4 %.

Lohnt sich ein Immobilienkauf in Mamer 2026?

Ob ein Kauf sinnvoll ist, hängt von der persönlichen Finanzierung und der geplanten Haltedauer ab; eine pauschale Anlageempfehlung lässt sich nicht geben. Die Daten zeigen für 2026 eine Bodenbildung nach fast drei Jahren Preisrückgang, während die Gemeinde durch ihr starkes Bevölkerungswachstum (+55 % seit 2011 laut STATEC) und die Nähe zur Hauptstadt eine gefragte Adresse für Selbstnutzer bleibt. Käufer sollten ihre Zinsbelastung, die 7 % Erwerbsgebühren abzüglich Bëllegen Akt sowie konkrete Vergleichsobjekte über CASAFARI Comparables sorgfältig prüfen.

Wie hoch sind die Gebühren beim Immobilienkauf in Luxemburg?

Beim Kauf einer Wohnimmobilie in Luxemburg fallen regulär 7 % des Kaufpreises an Einregistrierungs- und Umschreibungsgebühren an (6 % Einregistrierung plus 1 % Umschreibung), die von der Steuerverwaltung AED erhoben werden (Quelle: Guichet.lu, Stand Juli 2025). Hinzu kommen das gesetzliche Notarhonorar, Verwaltungsauslagen und eventuelle Kosten für die Hypothekeneintragung. Erwerben Sie die Immobilie als eigene Hauptwohnung, mindert die Steuergutschrift Bëllegen Akt diese 7 % Gebühren um bis zu 40.000 Euro pro Person.

Wie viel Bëllegen Akt gibt es 2026?

Gesetzlich verankert ist eine Steuergutschrift von bis zu 40.000 Euro pro natürlicher Person – bei gemeinsam kaufenden Paaren also bis zu 80.000 Euro –, sofern die Immobilie als persönliche Hauptwohnung genutzt wird; mindestens 100 Euro Gebühr bleiben stets fällig (Guichet.lu). Am 16. Juli 2026 hat die luxemburgische Regierung im Rahmen des Pakets „Booster fir de Wunnengsbau“ angekündigt, den Betrag rückwirkend ab diesem Stichtag auf 45.000 Euro pro Person zu erhöhen. Da das Gesetz zum Prüfzeitpunkt noch nicht verabschiedet war, sollten Käufer vor dem Notartermin den aktuellen Stand der Umsetzung erfragen.

Wie weit ist Mamer von Luxemburg-Stadt entfernt, und wie kommt man hin?

Die Gemeinde Mamer liegt im Kanton Capellen, rund acht Kilometer westlich des Zentrums von Luxemburg-Stadt. Über die Autobahn A6 (E25) besteht eine direkte Straßenverbindung in die Hauptstadt sowie in Richtung Belgien. Zudem bedient die Bahnlinie 50 der CFL die beiden Bahnhöfe Mamer und Mamer-Lycée; die Nutzung von Bahn und Bus ist im gesamten Großherzogtum kostenlos.